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OTS0240   26. März 2012, 18:18

Sendepause für Politiker in der Kärntner Tageszeitung - BILD

Die Liste der Politskandale ist endlos lang. Den Menschen bleibt Ohnmacht und Frustration. Auch der KTZ reicht s! Wir verbannen die Politiker eine Woche lang aus der Zeitung.


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BILD zu OTS -

"In der Politik wäscht eine Hand die andere und
wenn es mit Schmierseife ist", meinte der deutsche Schauspieler
Ekkehard Fritsch einst launig.

In Österreich muss das Geschäft der Schmierseife-Produzenten blühen
wie kaum ein anderes. 27 Milliarden Euro Schaden entstand unserem
Land im Jahr 2011 allein durch Korruption.

Die Liste der Skandale nimmt kein Ende. Man denke an die BUWOG, die
Telekom, die Werbeagentur Connect, die Causa Birnbacher oder an "Part
of the game". Gegen Bundeskanzler Werner Faymann laufen genauso
Untersuchungen der Staatsanwaltschaft wie gegen mehrere Mitglieder
der Kärntner Landesregierung.

Während die Politiker weiter machen wie bisher, bleiben dem kleinen
Mann auf der Straße nur Frustration und Ohnmacht. Auch uns reicht es!

Deshalb haben wir beschlossen, uns an die Spitze der Frustrierten und
Ohnmächtigen zu stellen und den Politikern eine Woche Sendepause zu
verordnen. Damit treffen wir sie an ihrer empfindlichsten Stelle -
ihrer Eitelkeit. Aus Protest bleibt in der Dienstag-Ausgabe die Seite
2 bis auf einen Kommentar und drei Zitate leer. Von heute bis Sonntag
wird in der KTZ kein Bild mit Politikern erscheinen und auch keine
ihrer Wortspenden gedruckt, die sowieso nur dazu dienen, sich selbst
zu loben oder den politischen Mitbewerber anzupatzen. Die Seiten, die
wir dadurch gewinnen, stellen wir den Kärntnerinnen und Kärntnern zur
Verfügung. Sie können uns schreiben oder mailen, was sie sich von der
Politik erwarten und welche Probleme gelöst werden müssen. Nach dem
Motto "Jetzt reden wir Kärntner" werden die Beiträge von uns auf
jenen Seiten veröffentlicht, auf denen sonst Faymann, Spindelegger,
Strache, Glawischnig, Bucher, Dörfler, Kaiser, Scheuch, Rumpold,
Holub und Co. zu Wort kommen.

Von den Politikern des Landes erhoffen wir uns, dass sie die
Nachdenkpause nützen und endlich verstehen, wozu wir sie gewählt
haben - um für das Land und seine Menschen zu arbeiten.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0240 2012-03-26 18:18 261818 Mär 12 KTI0001 0350



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