- 23.02.2012, 14:46:49
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forum bmvit über Trends und Zukunftspotenziale der Weltraumtechnologien
"Zukunftsfragen der Erde, Lösungen aus dem All"

Wien (OTS/BMVIT) - Die ersten Satelliten des europäischen
Navigationssystems Galileo sind seit vergangenem Oktober im All, die
neue Trägerrakete Vega erlebte vor wenige Tagen ihren Jungfernflug
und im März wird der nächste Raumtransporter der Europäischen
Raumfahrtagentur ESA zur Internationalen Raumstation ISS starten.
"Wir leben in einem goldenen Zeitalter der Raumfahrt in Europa",
erklärte Peter Hulsroj, Direktor des European Space Policy Institute
(ESPI), am Mittwoch Abend in seinem Vortrag beim forum bmvit zum
Thema "Zukunftsfragen der Erde - Lösungen aus dem All". Dies verdanke
man weitsichtigen Investitionsentscheidungen, die vor vielen Jahren
gefällt worden seien. "Wir sollten darauf achten, dass dieser
erarbeitete Status heute nicht verloren wird", mahnte Hulsroj und
verwies auf die laufenden Diskussionen zum neuen EU-Finanzrahmen
sowie die Ende dieses Jahres anstehenden Entscheidungen am
ESA-Ministerrat, die wesentlich die zukünftige Positionierung Europas
im globalen "Weltraumkonzert" beeinflussen werden. ****
Gerade vor dem Hintergrund der aufstrebenden Weltraumnationen wie
China und Indien gilt es Europas Führungsrolle in wesentlichen
Stärkefeldern wie etwa der Erdbeobachtung langfristig zu festigen.
Ingolf Schädler, Bereichsleiter Innovation im Bundesministerium
für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) wies in seinem
Eröffnungsstatement darauf hin, dass Österreich traditionell eine
starke Rolle im internationalen Weltraumgeschehen einnimmt und als
sogenannter "mittlerer Raumfahrtstaat" nicht nur über beachtliche
technologische und wissenschaftliche Fähigkeiten verfügt, sondern mit
dem Bau des ersten österreichischen Forschungssatelliten auch eine
neue Ära in der heimischen Weltraumfahrt beginnt. Ein deutlicher
Beleg dafür ist das von der zuständigen Bundesministerin Doris Bures
eingebrachte und Ende letzten Jahres vom Parlament einstimmig
verabschiedete neue österreichische Weltraumgesetz.
Max Kowatsch, Direktor von RUAG Space Austria, wies auf die
international zunehmend geschätzten technologischen Stärken der
österreichischen Industrie im Weltraum hin, wies aber auch klar
darauf hin, dass Europa in seinen Anstrengungen nicht nachlassen
dürfe.Trotz zunehmender internationaler Konkurrenz auf dem globalen
Weltraummarkt sind die Chancen der österreichischen Unternehmen
intakt. So hat sein Unternehmen, das die ersten Galileo-Satelliten
mit dem im eigenen Haus entwickelten Signalgenerator ausrüstet, einen
technologischen Entwicklungsstand erreicht, der sich durch zunehmende
Aufträge in diesem Bereich aus der ganzen Welt erfreut.
Christian Hoffmann, Geschäftsführer von Geoville, einem 1998
gegründeten Tiroler Unternehmen, das sich auf die Verwertung von
Satelliten-generierten Geodaten spezialisiert, schloss sich im
Optimismus an Kowatsch an. Er verwies auf die notwendige Finanzierung
des europäischen Erdbeobachtungsprogramms GMES hin, von dem
erhebliche Wachstumsimpulse für die europäische Wirtschaft, aber auch
für sein eigenes Unternehmen zu erwarten sind. Geoville ist auf
diesem Markt - trotz KMU-Status - ein höchst erfolgreich global
agierendes Unternehmen geworden.
Univ.-Prof. Otto Koudelka von der TU Graz schilderte die
Entwicklungsarbeit am "Nanosatellit" TUG-SAT 1, die an seinem
Institut geleistet wurde. TUG-SATt 1 soll im Sommer als erster
österreichischer Satellit von Indien aus ins All geschickt werden.
Österreich wird damit zu einem "Startstaat" und trägt damit
völkerrechtliche Pflichten. Wie diese im Österreichischen
Weltraumgesetz ihren Niederschlag gefunden haben, erklärte die
Völkerrechtlerin Univ.-Prof. Irmgard Marboe, die dieses Gesetzeswerk
wesentlich mitgestaltet hat.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2750
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Rückfragehinweis:
Marianne Lackner
Pressesprecherin von Bundesministerin Doris Bures
Telefon: +43 (0)1 71162 658121
E-Mail: [email protected]
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