- 04.02.2012, 09:23:14
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Nach wie vor Hundetötungen in der Ukraine
VIER PFOTEN und Umweltminister vereinbaren großes Kastrationsprojekt

Kiew (Ukraine) (OTS) - Trotz europaweiter Proteste gegen das
massenhafte Vergiften und Erschlagen von Streunerhunden in der
Ukraine werden weiterhin tausende Tiere getötet. Helmut Dungler,
Präsident der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, hat heute nach
langen Verhandlungen mit dem für Tierschutz verantwortlichen
ukrainischen Umweltminister Mykola Zlochevskiy eine schriftliche
Vereinbarung getroffen, die eine humane Lösung zur Regulation der
Hundepopulation vorsieht.
VIER PFOTEN bietet an, in groß angelegen Projekten in den vier
EM-Fußball-Austragungsorten mit mobilen Tierambulanzen Straßenhunde
zu kastrieren, zu impfen und dann wieder in ihren Revieren
freizulassen. Nur so kann auf Dauer die Hundepopulation reguliert
werden. Umweltminister Mykola Zlochevskiy sagte heute zu, VIER PFOTEN
hierbei zu unterstützen. Gemeinsam mit der Tierschutzorganisation
will Zlochevskiy die Bürgermeister der EM-Städte besuchen und über
den Stopp der Hundetötungen verhandeln. "Die Überpopulation der
Straßenhunde ist ein riesiges Problem in der Ukraine. Wir freuen uns
sehr auf die Zusammenarbeit mit VIER PFOTEN", so Umweltminister
Zlochevskiy.
Bereits im Dezember 2011 hatte die Regierung scheinbar eingelenkt
und sich offiziell gegen die Hundetötungen ausgesprochen. Doch nach
wie vor werden in vielen Städten Hunde mit offiziellen Geldern
eingefangen und getötet. Sobald diese Städte ein Hundetötungsverbot
erlassen, wird VIER PFOTEN mit dem Kastrationsprogramm beginnen. Die
Stadt Lemberg hat bereits ein Verbot erlassen. Helmut Dungler zeigt
sich erfreut über diesen ersten Schritt. "Die Hundetötungen müssen
aber auch in den anderen Städten sofort aufhören", betont Dungler,
"das ist barbarisch und löst das Problem nicht."
VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation
mit Hauptsitz in Wien. Seit 1988 setzt sich die Organisation mit
gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den
Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen
einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives
nationales und internationales Lobbying auf politischer und
gesetzlicher Ebene. Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen
für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.
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