• 15.12.2011, 11:00:51
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"Wertgegenstände im Kfz: Jeder vierte Autofahrer animiert zum Einbruch" - VIDEO/BILD

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2623/
Im Bild v.l.n.r.: Othmar Thann (Geschäftsführer Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)), Dr. Wolfram Littich (Präsident des Versicherungsverbandes Österreich VVO) und Dir.Dr. Louis Norman-Audenhove (Generalsekretär des Versicherungsverbandes Österreich VVO)

Wien (OTS) - Täglich werden in Österreich etwa sieben Autos
gestohlen. Ca. alle 30 Minuten ein Autoeinbruch verübt. Im Pkw liegen
gelassene Wertgegenstände werden von Dieben geradezu als Einladung
verstanden. Nicht verwunderlich, denn in beinahe jedem viertem
parkendem Fahrzeug werden Langfinger fündig. Doch auch im
Weihnachtseinkaufstrubel gilt: Das Auto ist kein Tresor!

Rund 17.000 Autoeinbrüche wurden im Vorjahr laut Angaben der
Sicherheitsbehörden bei der Polizei in Österreich angezeigt, 2617
Personenkraftwagen wurden in Österreich gestohlen. "Obwohl die
Kriminalstatistik für das Jahr 2010 einen leichten Rückgang bei
Einbruchsdiebstählen in Pkws verzeichnen konnte, ist die Zahl der
angezeigten Einbrüche und die Zahl der Autodiebstähle nach wie vor zu
hoch. Im Durchschnitt wird täglich etwa alle 30 Minuten ein
Autoeinbruch in Österreich verübt und etwa sieben Autos pro Tag
gestohlen! Kein Wunder, wenn man beachtet, was flinken Fingern nahezu
auf dem silbernen Tablett präsentiert wird", erläutert Dr. Wolfram
Littich, Präsident des Verbandes der Versicherungsunternehmen
Österreichs (VVO).

Wertgegenstände im Auto als Einladung zum Einbruch

In der Tat: Österreichs Autofahrer haben allem Anschein nach
großes Vertrauen in die Einbruchs-Sicherheit ihrer Pkws. Laut einer
aktuellen Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) werden
flinke Langfinger auf ihrer Suche nach Wertgegenständen und Bargeld
in beinahe jedem vierten parkenden Auto fündig - von teurer
Bekleidung über Schmuck bis hin zu Taschen ist alles dabei.
Navigationsgeräte sind dabei am häufigsten zu finden, dicht gefolgt
von Handtaschen die besonders interessant für Diebe sind, da sich
Bargeld und Dokumente darin vermuten lassen. Ebenfalls gern im Auto
"deponiert" werden Sportsachen, Mobiltelefone, USB-Sticks,
MP3-Player, Bargeld und Schlüssel. "Für Täter ein wahres Paradies",
warnt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Denn ein Auto ist schnell
geknackt. Profis benötigen für diesen Vorgang knappe fünf Sekunden -
schon ist der Wagen offen. "Doch auch weniger Geübte haben für ihr
Vorhaben freie Bahn", erklärt Thann. "Viele Autos sind nicht
versperrt und wenn doch, wird einfach die Scheibe eingeschlagen.
Selbst in stark frequentierten Straßen ist das keine Seltenheit. Ein
Drittel der Täter sind Spontantäter, daher kann man sich durch
richtiges Verhalten gegen Autoeinbruch schützen."

Größte Unachtsamkeit im Stadtzentrum

Wertgegenstände werden am ehesten im Stadtzentrum liegengelassen.
Dies lässt sich u.a. durch die kürzere Parkdauer als in Park & Ride
Anlagen bzw. Wohngegenden erklären. Im österreichweiten Vergleich
waren Linz (mit sichtbaren Wertgegenständen in 45 Prozent aller
Fahrzeuge) und Graz (mit sichtbaren Wertgegenstände in 41 Prozent
aller Fahrzeuge) die Spitzenreiter.

Nur sichern ist sicher!

Nicht genug, dass beinahe jeder vierte Autofahrer seinen
Mitmenschen in Sachen Autodiebstahl vertraut - auch die wenigsten
sind für den Ernstfall gerüstet: Jedes 17. Fahrzeug (rund 6 Prozent)
gibt Langfingern - in Form eines geöffneten Fensters - noch eine
zusätzliche Einladung. Lenkradkrallen als Sicherheitsvorkehrungen
haben sich in Österreich so gut wie gar nicht durchgesetzt. Insgesamt
nur weniger als ein Prozent der untersuchten Fahrzeuge österreichweit
waren mit dem effektiven Diebstahlschutz gesichert. Für
Sicherheitsexperten ein alarmierender Zustand. "Wer sein Eigentum
schützen will, muss sich vor Augen führen, dass die Verwahrung im
Auto so gut wie kein Hindernis darstellt. Prinzipiell sollten
Wertsachen niemals - insbesondere nicht für andere offensichtlich -
im PKW zurückgelassen werden. Zusätzlich sollte man auch bei kurzen
Stopps darauf achten, dass alle Fenster geschlossen und die Türen des
Fahrzeugs verriegelt sind. Ein Auto ist kein Tresor, daher führen Sie
potenzielle Einbrecher besser gar nicht erst in Versuchung!", betont
Littich.

Sicherheitstipps:

- Keine Wertsachen (Handy, Notebook, Navigationsgerät, Handtasche, 
   teure Kleidung) sichtbar im Pkw liegenlassen - falls nicht anders 
   möglich, im nicht einsehbaren Kofferraum versperren

 - Keinen Abdruck der Navigationshalterung auf der Frontscheibe 
   hinterlassen - dies gibt potenziellen Tätern Aufschluss über ein 
   möglicherweise im Wageninneren verwahrtes Navigationsgerät

 - Fenster, Türen, Kofferraum und Schiebedach schließen

- Kfz-Dokumente und Ausweise immer mitnehmen und den
Reserveschlüssel niemals im Fahrzeug zurücklassen

- Wagen auch in geschlossenen Garagen immer absperren

- Mehrfachwegfahrsperre aktivieren

- Der Einbau eines Alarmsystems und eine entsprechend abschreckende 
   Scheibengravur sind sinnvolle Investitionen

 - Für Autoradios und Felgen gibt es spezielle Sicherheitssysteme - 
   am besten bereits beim Kauf darüber informieren

 - Empfehlenswert ist das Öffnen des Handschuhfachs, um zu 
   signalisieren: Hier gibt es nichts zu holen!

Wussten Sie, dass...

... ein Profi-Einbrecher keine zwanzig Sekunden braucht, um einen
Pkw zu stehlen und nur knapp 5 Sekunden um ein Auto zu öffnen?

... im Jahr 2010 in Österreich 17.385 Fälle von Einbruchdiebstahl
in Kraftfahrzeuge und 2.617 Autodiebstähle angezeigt wurden?

... Einbrecher zumeist darauf vertrauen können, Wertgegenstände in
schlecht gesicherten Pkws zu finden?

... sich jeder Einzelne leicht vor Langfingern schützen kann?
Sicherheitssysteme wie Lenkradkrallen und Alarmsysteme schrecken ab!

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2623/

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Rückfragehinweis:

VVO Versicherungsverband Österreich
   Mag. Dagmar HAUSER
   Tel.: 01/711 56/289
   Fax: 01/711 56/280
   mailto:[email protected]
   www.vvo.at

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