- 28.11.2011, 11:47:22
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Tourismus: Mitterlehner will Gästezahlen auf 40 Millionen erhöhen
Zuwachs von 6,6 Millionen Gästen bis zum Jahr 2020 - Neue Investitionen, gezielte Förderungen, mehr Internationalisierung und bessere Abstimmung aller Partner

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold
Mitterlehner hat heute gemeinsam mit Österreich
Werbung-Geschäftsführerin Petra Stolba neue Maßnahmen und Strategien
für den Tourismus präsentiert. "Durch gezielte Investitionen, eine
stärkere Internationalisierung und die bessere Abstimmung aller
Stakeholder wollen wir die Zahl der Gäste in Österreich bis 2020 auf
40 Millionen erhöhen. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent",
sagte Mitterlehner, der trotz der Konjunkturentwicklung und der
schlechten Schneelage auch für die aktuelle Wintersaison optimistisch
ist. "Angesichts der Investitionen der Branche und dem durch die
Tourismusstrategie besser abgestimmten Marketing sind wir
zuversichtlich, dass Österreich seine Position als Wintersportland
Nummer eins ausbauen wird."
Die Gründe für den Optimismus sind vielfältig: Der Anteil des Monats
November an den Winternächtigungen liegt bei nur sechs Prozent. Zudem
haben die Betriebe in den letzten Jahren nicht nur in
Beschneiungsanlagen investiert, sondern auch in neue, innovative
Angebote, zum Beispiel Wellness und Thermen, was auch bei
schlechterer Wetterlage einen Wintererlebnisurlaub ermöglicht. "Damit
wirken wir gleichzeitig dem Trend entgegen, dass die Menschen wegen
einer Krise zwar nicht auf den Urlaub verzichten, aber im Urlaub dazu
tendieren, jeden Cent drei Mal umzudrehen", so Mitterlehner. Laut
aktueller Wifo-Tourismusprognose für den Winter 2011/12 ist mit
nominell stagnierenden bis maximal leicht steigenden Winterumsätzen
zu rechnen. Gleichzeitig sollten die Nächtigungen laut Prognose
stabil bleiben. Auch die ungünstige Lage der Weihnachts- und
Neujahrsfeiertage ist eine Herausforderung für Touristiker, wird aber
durch den früheren Ostertermin 2012 gemildert.
Mehr Investitionen und stärkere Internationalisierung
Neben umfangreichen Marketingaktivitäten werden auch die
Investitionen der Tourismusbetriebe gezielt unterstützt. "Unsere 2011
gestartete neue Förderpyramide wird gut angenommen und vermeidet
durch klare Zuständigkeiten etwaige Doppelgleisigkeiten mit den
Ländern", so Mitterlehner. Von Jänner bis Oktober 2011 wurden von der
Österreichischen Hotel und Tourismusbank (ÖHT) 1.444 Förderfälle
genehmigt. Dadurch wurden Kredite und Haftungen im Umfang von 187,1
Millionen Euro vergeben, was Investitionen von über 710 Millionen
Euro ermöglicht hat. Zudem wird auch in Zukunft gemeinsam mit den
Ländern eine jährliche Innovationsmillion für Leuchtturmprojekte
bereit gestellt.
Darüber hinaus lanciert Mitterlehner im Frühjahr 2012 eine neue
Schwerpunktförderung für den Ausbau familienfreundlicher Angebote im
Tourismus. "Familien sind unsere wichtigste Zielgruppe. Mehr als ein
Drittel aller Gäste in Österreich verbringen ihren Urlaub mit
Kindern, im Winter liegt dieser Anteil sogar teilweise über 50
Prozent. Auf Familien und Kinder spezialisierte Hotelbetriebe
erreichen zudem eine höhere Auslastung und haben nachhaltige
Wettbewerbsvorteile", betonte Mitterlehner. Für die neue Förderaktion
steht eine Million Euro bereit, die maximale Förderhöhe pro Betrieb
liegt bei 10.000 Euro. Mit der Schwerpunktaktion werden gezielte
Anreize zur Qualitätsverbesserung und Spezialisierung für
Tourismusbetriebe geschaffen - zum Beispiel für speziell ausgerüstete
Spielzimmer, kindergerechte Einrichtungen und Maßnahmen zur Erhöhung
der Kindersicherheit.
Ein weiterer strategischer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren
Internationalisierung der Herkunftsmärkte. "Statt der Abhängigkeit
von nur wenigen Märkten wie Deutschland und Niederlande wollen wir
künftig eine stärkere Diversifizierung schaffen, um das Risiko zu
verringern und neue Wachstumschancen zu nutzen. Daher hat die
Österreich Werbung unter dem Motto 'Neuer Schwung für neue Märkte'
eine eigene Internationalisierungsoffensive gestartet", so
Mitterlehner. Auf diese Weise soll Österreich noch stärker vom
Wachstum neuer Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie den Fernmärkten
(insbesondere BRIC - Brasilien, Russland, Indien und China, aber auch
Japan und USA) profitieren.
Wie groß die Chancen sind, zeigt insbesondere der Blick auf
Osteuropa. Die Gästezahlen aus diesen Ländern haben sich in den
vergangenen zehn Jahren auf 2,6 Millionen verdreifacht. "2020 sollen
mit 6,6 Millionen rund zehn Prozent aller Gäste aus dieser Region
kommen", so Mitterlehners Ziel. Sehr erfreulich entwickelt sich auch
China. "Schon jetzt ist Österreich in Europa die fünftbeliebteste
Destination der chinesischen Gäste, ihre Zahl ist von Jänner bis
September um 46 Prozent gestiegen. Erstmals kommen heuer mehr Gäste
aus China als aus Japan nach Österreich."
Besser abgestimmtes Marketing
Allein in der Wintersaison 2011/2012 wird die Österreich Werbung (ÖW)
gemeinsam mit ihren Partnern rund 14 Millionen Euro weltweit
einsetzen. Neben eigenen ÖW-Winterkampagnen, die in Deutschland,
Benelux, Frankreich, Zentraleuropa, Russland unter dem Motto "Den
Winter neu entdecken" laufen, gibt es zahlreiche
Marketingaktivitäten, die strategisch abgestimmt mit den
Landestourismusorganisationen laufen. Die neu geschaffene "Allianz
Tourismus Marketing" ermöglicht eine verstärkte innerösterreichische
Abstimmung. Die neue Allianz der 10 - sie wird vier Mal im Jahr tagen
-, der ÖW-Tourismustag sowie themenbezogene Plattformen werden die
Abstimmung weiter professionalisieren. In Zukunft stimmen sich ÖW und
LTO nicht mehr nur im Marketing ab, sondern auch bei Marktforschung,
Marke, PR, IT und im kaufmännischen Bereich. "Unsere
Tourismusstrategie besteht nicht nur auf dem Papier, sondern wird
auch in der Praxis gelebt", resümiert Mitterlehner.
Weiter forcieren will Mitterlehner auch die 2011 erfolgreich
lancierte Marketingoffensive für Wintersportwochen: 2,8 Millionen
Radiohörer täglich und mehr als 13.000 Zugriffe auf die
Wintersportwochen-Homepage der ÖW sind die Bilanz der
"Ö3-Lehrerchallenge", bei der im ganzen Land Schulschikurse ausgelobt
worden sind. "Wir wollen damit neue junge Zielgruppen für den
Wintersporturlaub in Österreich erschließen und die Kinder wieder
mehr zum Schifahren animieren", so Mitterlehner.
Österreich Werbung mit Fokus auf neuen Angeboten und
Internationalisierung
Auch Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, zeigt
sich trotz der derzeitigen Wettersituation optimistisch. "Die
Rückmeldungen aus unseren Büros in den wichtigsten Herkunftsmärkten
sind durchwegs positiv, die Nachfrage insbesondere aus den
zentraleuropäischen Ländern nach Winterurlaub in Österreich ist
erfreulich hoch." Bis zum Wintersaisonende am 30 April werde die ÖW
in neun Märkten eigene Winterkampagnen umsetzen. Dabei macht die ÖW
neben dem alpinen Skilauf auch verstärkt auf Aktivitäten im Bereich
sanfter Winter, Natur; Wellness, Kulinarik oder City-Trips mit Kultur
aufmerksam, die von den Gästen immer stärker nachgefragt werden.
Neben dieser Erweiterung des Urlaubsangebots um solche Zusatz- bzw.
Alternativangebote sieht Stolba zwei weitere Erfolgsfaktoren für die
kommende Wintersaison. "Zum einen die Internationalisierung, im
Winter mit einem besonderen Fokus auf Zentraleuropa, vorantreiben -
ohne die traditionell starken Märkte wie Deutschland oder Niederlande
zu vernachlässigen. Zum anderen die Intensivierung der Zusammenarbeit
mit den österreichischen Partnern, um hier Synergien im Marketing zu
nutzen", so Stolba abschließend.
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Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Pressesprecher des Bundesministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at Mag. Volker Hollenstein Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58 [email protected]
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