- 23.11.2011, 11:45:35
- /
- OTS0165 OTW0165
AIT - Strategie 2020
Mit klaren Zielen und kleineren Kurskorrekturen in die Zukunft

Wien (OTS) - Vor fast genau drei Jahren, am 15. Dezember 2008,
wurde das neue AIT im Rahmen einer Pressekonferenz von seinen
Eigentümervertretern FBM Doris Bures, IV Präsident Veit Sorger und
AIT Aufsichtsratspräsident Hannes Androsch der Öffentlichkeit
präsentiert. Das wirtschaftlich und strategisch angeschlagene,
ehemalige Forschungszentrum Seibersdorf bzw. die Austrian Research
Centers (ARC) musste aus der Krise geführt werden. Mit neuer
Strategie, neuer Governance und neuem Management wurde das AIT
Austrian Institute of Technology aus der Wiege gehoben.
Für viele MitarbeiterInnen war das neue AIT die große - für die
Eigentümervertreter eher eine letzte Chance. Daher wurde zwischen den
beiden Gesellschaftern BMVIT und IV (durch den Verein zur Förderung
von Forschung und Innovation, VFFI) vereinbart, dass das AIT nach 3
Jahren evaluiert wird. Dabei wurde in den letzten Monaten die
wirtschaftliche Gebarung gecheckt, die Umsetzung der damaligen 23
Rechnungshof-Empfehlungen geprüft und die Strategie des Unternehmens
durch den international renommierten Forschungsstrategischen Beirat
erneut unter die Lupe genommen. Das Ergebnis fiel sehr positiv aus.
Der Forschungsstrategische Beirat des AIT, der den Aufsichtsrat
berät, stellte dem Unternehmen mit seiner Positionierung 2020 ein
gutes Zeugnis aus.
Die Industrie wird daher ihr Engagement am AIT verstärken und die
Mitglieder im Verein VFFI (Verein zur Förderung von Forschung und
Innovation) erweitern und hat den Gesellschaftervertrag verlängert.
Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung: "Die Industrie
steht voll hinter dem AIT als maßgebliches österreichisches
Forschungsinstitut. Durch die Ausrichtung auf die
Technologieentwicklungen in den Grand Challenges mit dem Schwerpunkt
auf die Infrastrukturthemen der Zukunft stellt das AIT einen
wichtigen Partner der heimischen Industrie dar!"
Das BMVIT hat gemeinsam mit der IV und Aufsichtsratspräsident
Hannes Androsch das AIT als heimisches Forschungsunternehmen von
internationalem Format erfolgreich auf Schiene gesetzt.
Bundesministerin Doris Bures: "Die neue Positionierung des AIT ist
hervorragend gelungen und es hat sich zu einem wirtschaftlich
gesunden Unternehmen entwickelt. Der eingeschlagene Weg muss nun
weiter geschärft werden, dann wird das AIT auch in Zukunft mit seinen
technologischen Entwicklungen ein wichtiger Player sein, um den
Wirtschaftsstandort Österreich abzusichern!"
Das AIT steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen
Mit einem positiven EGT im Geschäftsjahr 2010 von über 3,5 Mio.
EUR hat das Unternehmen eine stabile und zufriedenstellende
Betriebsleistung erbracht. Im laufenden Jahr 2011 werden rd. 1,5 Mio.
EUR in strategische Forschungsvorhaben re-investiert und dennoch ein
positives EGT von 2 Mio. EUR erwartet. Seit 2007 wurden die zentralen
Verwaltungskosten um 16 % bzw. 1,8 Mio. EUR gesenkt. Der
Auftragsstand 2010 lag mit 121,8 Mio. EUR im Vergleich zu 107,2 Mio.
EUR deutlich höher als 2009. Mit 60,5 Mio. EUR stieg auch der
Auftragseingang um rd. 10 % (2009: 54,6 Mio. EUR).
Kleine Kurskorrekturen gibt es noch im Health & Environment
Department des AIT. Vor allem die Stärkung der Markt- und
Kundenorientierung steht dabei im Vordergrund.
In der Vertriebstochterfirma Seibersdorf Labor GmbH werden mit
Jahresende die Tätigkeiten im Geschäftsfeld Toxikologie eingestellt.
Die Toxikologie ist eines von 6 Geschäftsfeldern und arbeitet in
einem international enorm umkämpften Markt mit geringen Margen und
starkem Kostendruck. Betroffen von dieser Maßnahme sind in Summe rd.
26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden bei der Suche nach
einer neuen Anstellung unterstützt und es wird alles getan, damit der
Übergang für sie so reibungslos wie möglich abläuft. Dies beinhaltet
auch einen Sozialplan. Die anderen fünf Geschäftsfelder der
Seibersdorf Labor GmbH sind erfolgreich am Markt tätig.
Forschung in den zentralen Zukunftsfeldern (Grand Challenges) der
Infrastruktur
Mit der Fokussierung auf 11 Forschungsschwerpunkte in 5
Departments erzielt das AIT die notwendige kritische Masse, die für
optimale Ergebnisse erforderlich ist. Ob neue Energie-Intelligenz der
"Smart Cities", smarte Logistik für zukunftsweisende
Logistiklösungen, Sensorlösungen für die Medizin der Zukunft oder
IKT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen wie etwa Steuerzentren von
Energieversorgern und Verkehrsbetrieben: AIT-ForscherInnen verfügen
über jenes Know-how und Systemverständnis, das Innovationen bei den
Kunden ermöglicht.
Zielkurs AIT 2020
Um das Unternehmen auf die Herausforderungen der künftigen Jahre
vorzubereiten, haben ihm die Eigentümer wesentliche Ziele mit auf den
Weg gegeben. So soll sich das AIT als wichtigster nationaler
Forschungspartner von Industrie, Infrastrukturbetreibern und
öffentlichen Institutionen noch stärker als bisher mit seinen Themen
international sichtbar positionieren.
Jedes der fünf Departments des AIT soll dabei mit mindestens einem
international sichtbaren "Leuchtturm" wahrgenommen werden. In den
Zukunftsthemen der Infrastruktur (Energy, Mobility, Safety &
Security,...) wird die Fokussierung fortgesetzt werden. Die
Departments sollen durch den Aufbau einer kritischen Größe mit bis zu
250 MitarbeiterInnen pro Department weiter erfolgreich wachsen.
Ein wesentliches Ziel ist es mit wissenschaftlich international
anerkannten Führungskräften im AIT zu punkten. Unter anderem sollen
ein bis zwei "Principal Scientists" pro Department die Exzellenz der
Forschungseinrichtung über die Grenzen des Landes hinweg
widerspiegeln. In den nächsten Jahren soll das AIT eine der ersten
europäischen Karriereadressen für High-Potentials und internationale
SpitzenforscherInnen in seinen Themenbereichen werden.
Durch seine Verankerung in europäischen Institutionen soll das AIT
verstärkt wesentlicher nationaler Netzwerkknoten für die Industrie
sowie Forschungspartner für öffentliche Institutionen sein und damit
eine tragende Säule des nationalen Innovationssystems werden. Dabei
soll das AIT durch seine internationalen Aktivitäten "Türöffner" für
die österreichische Unternehmenslandschaft werden und nachhaltig
Zugänge zu Humanressourcen sichern. Das AIT leistet damit einen
wesentlichen Beitrag zur Sicherung und Entwicklung des
österreichischen Wirtschafts- und Forschungsstandortes.
Dr. Hannes Androsch, Präsident des Aufsichtsrates: "Das AIT hat in
der ersten Phase gute Arbeit geleistet und die Strategie beginnt zu
greifen. Das Unternehmen macht das vierte Mal in Folge Gewinne und
auch für 2011 zeichnet sich ein positives Ergebnis ab. Trotzdem ist
es notwendig die Richtung immer wieder zu schärfen und eine
Nachjustierung der Strategie durchzuführen. Unser Ziel muss es sein
in unseren Forschungsschwerpunkten Themenführer zu werden!"
Evaluierung 2017
Die gute Entwicklung der letzten Jahre darf natürlich kein Grund
sein, die Hände in den Schoß zu legen. Daher wird bereits 2017 jene
Evaluierung erfolgen, bei der geprüft wird, ob die Richtung stimmt
und die zahlreichen Aufgaben, die an das AIT bis 2020 gestellt
werden, auch tatsächlich erfüllt werden.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2538
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Susanna Enk Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures Telefon: + 43 1 711 62 65 8121 Email: [email protected] Dr. Raphael Draschtak Österreichische Industriellenvereinigung (IV) Bereichsleiter Marketing & Kommunikation Telefon: +43 1 71135 - 2300 Email: [email protected] Mag. Michael H. Hlava AIT Austrian Institute of Technology (AIT) Head of Corporate and Marketing Communications Telefon: +43 50550-4014 Email: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARC






