- 04.11.2011, 13:24:37
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Hermann Nitsch im Leopold Museum
Umfassende Würdigung des Orgien Mysterien Theaters

Wien (OTS) - Die längst fällige umfassende Würdigung des
zeichnerischen und graphischen Werkes von Prof. Hermann Nitsch
erfolgte gestern Abend im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung
"Hermann Nitsch. Strukturen" im Leopold Museum. Kurator Carl Aigner,
Vorstand des Leopold Museum und Direktor des Landesmuseum NÖ
präsentierte die gesamte Bandbreite des Schaffens, von den
Kritzelzeichnungen über Farbskalen, Partituren bis zu den riesigen
Schüttbildern.
Danielle Spera hielt die Eröffnungsrede und gab interessante
biographische Einblicke in die frühen Jahre des Künstlers, der "auch
so gut zeichnen" wollte wie sein Großvater. Dieser hatte das Talent
Nitschs erkannt und den Burschen auf die Graphische Lehr- und
Versuchsanstalt geschickt. Aus Nitsch wurde ein Meister, auf den der
Großvater zu recht sicher besonders stolz wäre.
Leopold Museum Direktor Tobias G. Natter präsentierte das Leopold
Museum anlässlich der Nitsch-Vernisssage als "geeignete Plattform für
den Aktionismus". Dass die Festgäste auch künftig mehr zum Thema
Aktionismus im Leopold Museum erwarten dürfen, formulierte Natter so:
"Wenn Sie den Eindruck haben, dass uns der Aktionismus wichtig ist,
dann täuschen Sie sich nicht!" Beeindruckt vom o.m. theater als
wichtigem Beispiel des Wiener Aktionismus hob Natter am o.m. theater
den Charakter des "Gesamtkunstwerkes" hervor und sieht in der Kraft
der Ausstellung eine zusätzliche Schnittstelle zur Leidenschaft, mit
der Rudolf Leopold das Museum aufgebaut hatte.
Ausstellungskurator Carl Aigner schwärmte von einer Kunst, die
niemanden kalt lässt. Nitsch rufe "höchste Empörung und helle
Begeisterung" hervor. Der als Titel der Ausstellung gewählte Begriff
"Strukturen" treffe die Beschaffenheit des Oeuvres Nitschs, umreiße
die unglaubliche Vielfalt. Skizzen, Aufzeichnungen, theoretische
Äußerungen in epischer Breite: Kein österreichischer Künstler habe
sein Werk so umfassend theoretisch dargelegt. Prof. Rudolf Leopold
hatte selbst Nitsch gesammelt, erwarb ein wichtiges Schüttbild, das
Hauptwerk des berühmten Asolo Raumes. Zuletzt war Hermann Nitsch dem
Museumsgründer Rudolf Leopold anlässlich der Feier des 85.
Geburtstages des Sammlers begegnet.
Im Leopold Museum feierten mit Hermann Nitsch und seiner Gattin
Rita u.a. Elisabeth Leopold, Diethard und Waltraud Leopold, Museum
Managing Director Peter Weinhäupl, Nitsch Foundation
Geschäftsführerin Gudrun Kutschi, Nitsch Foundation Direktor Michael
Karrer, Galeristin Heike Curtze, Verleger Christian Brandstätter,
Giuseppe Morra - Gründer des Museo Nitsch, Neapel -,
Aktionismus-Experte Hubert Klocker, Leopold Museum Freundevereins
Vorstand RA Thomas Mondl, Baumeister Richard Lugner, Galerist Fred
Jahn, der Münchner Sammler Rainer Neumann und Sammler Gernot Dolezal
sowie ATVlife Moderatorin Kerstin Ruhri und das Ehepaar Fürnkranz.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2434/
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Mag. Klaus Pokorny - Presse / Public Relations
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