- 17.10.2011, 14:19:56
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Mitterlehner will Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands unterstützen
Arbeitsgespräch mit griechischem Amtskollegen Chrysochoidis: Wirtschaftsminister Mitterlehner forciert Know-how-Austausch und unterstützt mit IV-Präsident Sorger Investitionskontakte

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat
am Montag in Wien seinen griechischen Amtskollegen Michalis
Chrysochoidis zu einem Arbeitsgespräch über die aktuelle Finanz- und
Wirtschaftslage sowie den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit getroffen.
"Um Griechenlands Schuldenkrise nachhaltig zu bewältigen, braucht es
nicht nur einen klaren Sparkurs, sondern auch eine
wettbewerbsfähigere Realwirtschaft und ein vernünftiges
Investitionsklima. So lässt sich eine Spirale nach unten verhindern
und kann die wirtschaftliche Entwicklung wieder forciert werden",
sagte Mitterlehner beim Presspoint im Wirtschaftsministerium mit
Chrysochoidis und IV-Präsident Veit Sorger.
Ein zentrales Ergebnis des Arbeitsgesprächs ist, dass aufgrund einer
Anfrage Griechenlands am 24. November eine österreichische
Experten-Delegation nach Athen reisen wird, um sich mit den dortigen
Organisationen auszutauschen. "Wir bieten unser großes Know-how bei
Betriebsansiedlungen sowie Investitions-, Forschungs-, und
Tourismusförderungen an. Denn wir sind Partner in einem europäischen
Markt und handeln daher gerade in Krisen solidarisch", sagte
Mitterlehner.
Teil der Delegation sind Vertreter des Wirtschaftsministeriums, der
Ansiedlungsagentur ABA-Invest in Austria, der Austria
Wirtschaftsservice (aws), der Österreich Werbung (ÖW), der Hotel- und
Tourismusbank (ÖHT) sowie der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG),
deren Vertreter ihre Leistungen bereits heute erstmals vor dem
griechischen Wirtschaftsminister präsentiert haben. "Es liegt nun an
Griechenland, welches unserer Angebote es abrufen und intensivieren
will", so Mitterlehner. Alle weiteren Aktivitäten würden mit der
EU-Task-Force koordiniert, um Doppelgleisigkeiten zu verhindern.
Griechenlands Wirtschaftsminister Chrysochoidis begrüßte nach dem
Gespräch das österreichische Angebot. "Unsere erste Herausforderung
ist es, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Die zweite
Herausforderung liegt im Schließen der Wettbewerbsfähigkeits-Lücke zu
den anderen Euro-Staaten. Österreich ist dabei ein wichtiger
Partner", so Chrysochoidis.
IV-Präsident Sorger will industrielle Aktivitäten forcieren
Am Montagnachmittag beraten Chrysochoidis und Mitterlehner mit
IV-Präsident Veit Sorger sowie zahlreichen Vertretern von Unternehmen
weitere mögliche Kooperationen. Dort sollen Kontakte zu
österreichischen Investoren hergestellt und die in Griechenland
geplanten Privatisierungsvorhaben unterstützt werden. "Griechenland
hat in den vergangenen Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt,
setzt allerdings jetzt geradezu Herkules-Anstrengungen, um die
Schuldenkrise zu bewältigen", sagte IV-Präsident Veit Sorger. "Uns
geht es jetzt in erster Linie darum, die industriellen Aktivitäten zu
forcieren und so das Erreichen der Sparziele in Griechenland zu
unterstützen", sagte Sorger.
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