OTS0174   1. Sept. 2011, 13:32

Berlakovich stärkt mit klima:aktiv mobil Förderungen oberösterr. und Salzburger Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze

120 Betriebe und Gemeinden diskutierten klimaschonende Mobilitätslösungen im Verkehr


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BILD zu OTS - Im Bild vlnr.: Helmut Wallner (Bürgermeister Hinterstoder) Franz Hiesl (LHStv. OÖ), Michael Obrist (ORF Landesstudio OÖ, Moderator), Ulrike Rabmer-Koller (Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich ) Niki Berlakovich (Umweltminister), Hans Hingsamer (Gemeindebund-Präsident OÖ), Werner Steinecker (Energie AG OÖ - Vorstand für Technik)


Linz (OTS) - Unter dem Motto "Klima schützen, Gemeinden und Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen" diskutierte Umweltminister Niki Berlakovich heute im Rahmen der klima:aktiv mobil Länderkonferenz für Oberösterreich und Salzburg mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt über die Zukunft der Mobilität in Österreich. Über 120 VertreterInnen von Betrieben, Städten, Gemeinden, Regionen und Vereinen nutzten die Möglichkeit, ihre umgesetzten und geplanten Mobilitätsprojekte zu präsentieren, sich auszutauschen und sich über die vielfältigen Maßnahmen und Förderungen des Lebensministeriums zu informieren. "Mit dem klima:aktiv mobil Förderprogramm unterstützen wir Investitionen in eine klimaschonende Mobilitätszukunft. Bereits 1.800 klima:aktiv mobil Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Mit einer Fördersumme von über 42 Mio. Euro fördern wir Fuhrparkumstellungen, Projekte zu Elektromobilität, Mobilitätsmanagement und Radverkehr. Und das mit Erfolg. Seit 2005 konnten die CO2-Emissionen um 12 % gesenkt werden", betont Umweltminister Niki Berlakovich im Rahmen der Konferenz. Bei der Eröffnung der Konferenz hob der technische Vorstandsdirektor der Energie AG Oberösterreich, Werner Steinecker hervor: "Die Energie AG Oberösterreich ist gerne Gastgeber für die klima:aktiv mobil Länderkonferenz und freut sich, die Teilnehmer im Power Tower - dem optimalen Veranstaltungsort für dieses Thema - zu begrüßen. Es ist das erste Bürogebäude mit Passivhaus-Charakter und daher gelebter Klimaschutz. Die Klimaschutzaktivitäten der Energie AG gehen jedoch weit darüber hinaus: Pionieraktivitäten mit Solar und Wind, die Umstellung des thermischen Kraftwerksparks von Kohle auf CO2- und NOX-emissionsarmes Gas schlägt sich deutlich in den Umweltbilanzen nieder. Der hohe Anteil von Wasserkraftwerken, das Biomassekraftwerk Timelkam, der Solar-Campus in Eberstalzell und unser Engagement für die Zukunftsthemen Elektromobilität, Smart Metering und Smart Grid zeigen, wie wichtig Klimaschutz für unseren Konzern ist.

Oberösterreich und Salzburg: Vorbildliche Klimaschützer im Verkehr

Die beiden Bundesländer Oberösterreich und Salzburg sind Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt vor allem auf der Umstellung der Fuhrparks auf alternative Antriebe wie Elektro- oder Erdgasfahrzeuge, sowie der Tourenoptimierung, der Einführung von Schnuppertickets für den öffentlichen Verkehr und Radverkehrsinitiativen, kommunales Mobilitätsmanagement und die Durchführung von Spritspartrainings. Zudem ist Salzburg mit dem Projekt Electrodrive eine von 5 Modellregionen, die durch den Klima- und Energiefonds aus den Mitteln des Lebensministeriums zusätzlich mit einer Summe von 1,9 Mio. Euro gefördert wird. In Salzburg wurden bisher 173 klima:aktiv mobil Projekte mit einer CO2-Reduktion von 46.372 Tonnen umgesetzt. In Oberösterreich waren es 331 Projekte mit einer Einsparung von 95.250 Tonnen CO2.

"Der Personenverkehr wird auch in Zukunft zunehmen, und deshalb ist es wichtig, dass wir verstärkt die sanfte Mobilität fördern. Das führt zu einer Win-Win-Situation: Die Umwelt wird geschont und die Wirtschaft gestärkt. Oberösterreich ist bereits das Radland Nummer eins, und mit unseren Initiativen möchten wir diese Spitzenposition weiter ausbauen. So ist zum Beispiel die Beratungsinitiative FahrRad ein tolles Angebot für die Gemeinden. Das zeigt auch die steigende Nachfrage", zeigte sich LH-Stv. Franz Hiesl überzeugt. Johann Hingsamer, Präsident des Oberösterreichischen Gemeindebundes betonte: "Gemeinden sind mit ihrer Arbeit nahe an der Bevölkerung. Die Arbeit für ein klimaschonendes Verhalten ist Grundlage für das Wohlfühlen in unserem Lande und beginnt bei der Bewusstseinsbildung in unserer Gesellschaft. Über viele unterschiedliche Aktivitäten wird in den Gemeinden und Regionen zum einen informiert und zum anderen werden diese Fördermaßnahmen unterstützt und begleitet. So ist es die Vielfalt an Maßnahmen, welche uns die Notwendigkeit von Klimaschutz vor Augen führt. Die Gemeinden nehmen die Verantwortung in der Klimafrage sehr ernst."

"Verkehr, auch der Freizeitverkehr, beeinträchtigt den Lebensraum von Menschen. Aus diesem Grund gehört es zur Aufgabe der Gemeinde Hinterstoder, die künftige Entwicklung des Verkehrsaufkommens im Tal in nachhaltigere Bahnen zu lenken. In Hinterstoder bieten wir Mobilitäts-Services, die Spaß machen, die das Leben erleichtern und die dem Mobilitätsverhalten der Einheimischen, Wanderer, Schifahrer und Mountainbiker ideal entgegenkommen. Wir wollen damit im Tourismus einen neuen Weg beschreiten, der unserem Tal nachhaltig gut tut", ergänzte Helmut Wallner, Bürgermeister der Gemeinde Hinterstoder.

Stärkung der Wirtschaft durch umweltfreundliche Mobilität

Klimaschutz im Verkehr bedeutet nicht nur eine Senkung des CO2-Ausstoßes, er bringt auch Chancen für Betriebe und Gemeinden am Arbeitsmarkt. "Mit dem Masterplan für green jobs haben wir im Lebensministerium eine Strategie zur weiteren Forcierung von Arbeitsplätzen im Umweltbereich erstellt. Bis 2020 sollen 100.000 neue green jobs geschaffen werden, 15.000 davon im Verkehr", so Umweltminister Niki Berlakovich. Die Wirtschaftskammer ist in Österreich ein starker Partner des Lebensministeriums. "Oberösterreich ist das führende Bundesland im Bereich Umwelttechnik und erneuerbaren Energien. Besonders die Entwicklung von neuen Mobilitätskonzepten, insbesondere der E-Mobilität, birgt noch gewaltige Chancen für unsere Unternehmen. Die WKO Oberösterreich unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe mit zahlreichen Aktivitäten. Zum Beispiel werden speziell im Transportbereich geförderte Beratungen angeboten, um Kosten zu senken und dabei die Umwelt zu schonen. Die WKOÖ geht auch selbst mit gutem Beispiel voran und ist seit 2008 Partner von klima:aktiv mobil. Besonders durch den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel ist es seither gelungen, CO2 einzusparen und so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", so Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Mit klima:aktiv mobil konnten in Oberösterreich bisher etwa 830, in Salzburg 260 green jobs geschaffen bzw. gesichert werden.

Präsentation von Good Practice Beispielen und Auszeichnung zahlreicher klima:aktiv mobil Projektpartner

Der zweite Teil der Konferenz stand ganz im Zeichen des Dialogs und Erfahrungsaustausches. Zahlreiche klima:aktiv mobil Projektpartner aus Oberösterreich und Salzburg präsentierten ihre bereits erfolgreich umgesetzten Mobilitätsprojekte, wie beispielsweise die OÖ Ferngas AG, Mehler Elektrotechnik, die Brau Union Österreich AG, SPAR Österreichische Warenhandels AG, Raiffeisen-Leasing, Nationalpark Hohe Tauern, die Gemeinden Hinterstoder, Bad Ischl, Mattsee und der Bad Goisern - Reinhaltungsverband Hallstätter See. "Mit unseren Veranstaltungen setzen wir auch heuer wieder auf Dialog, Vernetzung und gegenseitiges Lernen. Die heutige Länderkonferenz in Linz hat gezeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz einen großen Stellenwert bei unseren österreichischen Betrieben und Gemeinden hat. So kann es uns gemeinsam gelingen, den Verkehr in Österreich umweltschonend und energieeffizient weiterzuentwickeln. Gemeinsam wird es uns gelingen, den CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich zu senken und die Potenziale des Umweltschutzes am Arbeitsmarkt zu nutzen", so Berlakovich abschließend.

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