Berlakovich stärkt mit klima:aktiv mobil Förderungen oberösterr. und Salzburger Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze - BILD
120 Betriebe und Gemeinden diskutierten klimaschonende Mobilitätslösungen im Verkehr
BILD zu OTS - Im Bild vlnr.: Helmut Wallner (Bürgermeister Hinterstoder) Franz Hiesl (LHStv. OÖ), Michael Obrist (ORF Landesstudio OÖ, Moderator), Ulrike Rabmer-Koller (Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich ) Niki Berlakovich (Umweltminister), Hans Hingsamer (Gemeindebund-Präsident OÖ), Werner Steinecker (Energie AG OÖ - Vorstand für Technik)
Linz (OTS) - Unter dem Motto "Klima schützen, Gemeinden und
Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen" diskutierte
Umweltminister Niki Berlakovich heute im Rahmen der klima:aktiv mobil
Länderkonferenz für Oberösterreich und Salzburg mit Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt über die
Zukunft der Mobilität in Österreich. Über 120 VertreterInnen von
Betrieben, Städten, Gemeinden, Regionen und Vereinen nutzten die
Möglichkeit, ihre umgesetzten und geplanten Mobilitätsprojekte zu
präsentieren, sich auszutauschen und sich über die vielfältigen
Maßnahmen und Förderungen des Lebensministeriums zu informieren. "Mit
dem klima:aktiv mobil Förderprogramm unterstützen wir Investitionen
in eine klimaschonende Mobilitätszukunft. Bereits 1.800 klima:aktiv
mobil Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Mit
einer Fördersumme von über 42 Mio. Euro fördern wir
Fuhrparkumstellungen, Projekte zu Elektromobilität,
Mobilitätsmanagement und Radverkehr. Und das mit Erfolg. Seit 2005
konnten die CO2-Emissionen um 12 % gesenkt werden", betont
Umweltminister Niki Berlakovich im Rahmen der Konferenz. Bei der
Eröffnung der Konferenz hob der technische Vorstandsdirektor der
Energie AG Oberösterreich, Werner Steinecker hervor: "Die Energie AG
Oberösterreich ist gerne Gastgeber für die klima:aktiv mobil
Länderkonferenz und freut sich, die Teilnehmer im Power Tower - dem
optimalen Veranstaltungsort für dieses Thema - zu begrüßen. Es ist
das erste Bürogebäude mit Passivhaus-Charakter und daher gelebter
Klimaschutz. Die Klimaschutzaktivitäten der Energie AG gehen jedoch
weit darüber hinaus: Pionieraktivitäten mit Solar und Wind, die
Umstellung des thermischen Kraftwerksparks von Kohle auf CO2- und
NOX-emissionsarmes Gas schlägt sich deutlich in den Umweltbilanzen
nieder. Der hohe Anteil von Wasserkraftwerken, das Biomassekraftwerk
Timelkam, der Solar-Campus in Eberstalzell und unser Engagement für
die Zukunftsthemen Elektromobilität, Smart Metering und Smart Grid
zeigen, wie wichtig Klimaschutz für unseren Konzern ist.
Oberösterreich und Salzburg: Vorbildliche Klimaschützer im Verkehr
Die beiden Bundesländer Oberösterreich und Salzburg sind Vorreiter
in Sachen Umweltschutz. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt vor allem
auf der Umstellung der Fuhrparks auf alternative Antriebe wie
Elektro- oder Erdgasfahrzeuge, sowie der Tourenoptimierung, der
Einführung von Schnuppertickets für den öffentlichen Verkehr und
Radverkehrsinitiativen, kommunales Mobilitätsmanagement und die
Durchführung von Spritspartrainings. Zudem ist Salzburg mit dem
Projekt Electrodrive eine von 5 Modellregionen, die durch den Klima-
und Energiefonds aus den Mitteln des Lebensministeriums zusätzlich
mit einer Summe von 1,9 Mio. Euro gefördert wird. In Salzburg wurden
bisher 173 klima:aktiv mobil Projekte mit einer CO2-Reduktion von
46.372 Tonnen umgesetzt. In Oberösterreich waren es 331 Projekte mit
einer Einsparung von 95.250 Tonnen CO2.
"Der Personenverkehr wird auch in Zukunft zunehmen, und deshalb
ist es wichtig, dass wir verstärkt die sanfte Mobilität fördern. Das
führt zu einer Win-Win-Situation: Die Umwelt wird geschont und die
Wirtschaft gestärkt. Oberösterreich ist bereits das Radland Nummer
eins, und mit unseren Initiativen möchten wir diese Spitzenposition
weiter ausbauen. So ist zum Beispiel die Beratungsinitiative FahrRad
ein tolles Angebot für die Gemeinden. Das zeigt auch die steigende
Nachfrage", zeigte sich LH-Stv. Franz Hiesl überzeugt. Johann
Hingsamer, Präsident des Oberösterreichischen Gemeindebundes betonte:
"Gemeinden sind mit ihrer Arbeit nahe an der Bevölkerung. Die Arbeit
für ein klimaschonendes Verhalten ist Grundlage für das Wohlfühlen in
unserem Lande und beginnt bei der Bewusstseinsbildung in unserer
Gesellschaft. Über viele unterschiedliche Aktivitäten wird in den
Gemeinden und Regionen zum einen informiert und zum anderen werden
diese Fördermaßnahmen unterstützt und begleitet. So ist es die
Vielfalt an Maßnahmen, welche uns die Notwendigkeit von Klimaschutz
vor Augen führt. Die Gemeinden nehmen die Verantwortung in der
Klimafrage sehr ernst."
"Verkehr, auch der Freizeitverkehr, beeinträchtigt den Lebensraum
von Menschen. Aus diesem Grund gehört es zur Aufgabe der Gemeinde
Hinterstoder, die künftige Entwicklung des Verkehrsaufkommens im Tal
in nachhaltigere Bahnen zu lenken. In Hinterstoder bieten wir
Mobilitäts-Services, die Spaß machen, die das Leben erleichtern und
die dem Mobilitätsverhalten der Einheimischen, Wanderer, Schifahrer
und Mountainbiker ideal entgegenkommen. Wir wollen damit im Tourismus
einen neuen Weg beschreiten, der unserem Tal nachhaltig gut tut",
ergänzte Helmut Wallner, Bürgermeister der Gemeinde Hinterstoder.
Stärkung der Wirtschaft durch umweltfreundliche Mobilität
Klimaschutz im Verkehr bedeutet nicht nur eine Senkung des
CO2-Ausstoßes, er bringt auch Chancen für Betriebe und Gemeinden am
Arbeitsmarkt. "Mit dem Masterplan für green jobs haben wir im
Lebensministerium eine Strategie zur weiteren Forcierung von
Arbeitsplätzen im Umweltbereich erstellt. Bis 2020 sollen 100.000
neue green jobs geschaffen werden, 15.000 davon im Verkehr", so
Umweltminister Niki Berlakovich. Die Wirtschaftskammer ist in
Österreich ein starker Partner des Lebensministeriums.
"Oberösterreich ist das führende Bundesland im Bereich Umwelttechnik
und erneuerbaren Energien. Besonders die Entwicklung von neuen
Mobilitätskonzepten, insbesondere der E-Mobilität, birgt noch
gewaltige Chancen für unsere Unternehmen. Die WKO Oberösterreich
unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe mit zahlreichen Aktivitäten. Zum
Beispiel werden speziell im Transportbereich geförderte Beratungen
angeboten, um Kosten zu senken und dabei die Umwelt zu schonen. Die
WKOÖ geht auch selbst mit gutem Beispiel voran und ist seit 2008
Partner von klima:aktiv mobil. Besonders durch den Umstieg auf
öffentliche Verkehrsmittel ist es seither gelungen, CO2 einzusparen
und so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", so
Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Mit klima:aktiv mobil konnten in Oberösterreich bisher etwa 830, in
Salzburg 260 green jobs geschaffen bzw. gesichert werden.
Präsentation von Good Practice Beispielen und Auszeichnung
zahlreicher klima:aktiv mobil Projektpartner
Der zweite Teil der Konferenz stand ganz im Zeichen des Dialogs
und Erfahrungsaustausches. Zahlreiche klima:aktiv mobil
Projektpartner aus Oberösterreich und Salzburg präsentierten ihre
bereits erfolgreich umgesetzten Mobilitätsprojekte, wie
beispielsweise die OÖ Ferngas AG, Mehler Elektrotechnik, die Brau
Union Österreich AG, SPAR Österreichische Warenhandels AG,
Raiffeisen-Leasing, Nationalpark Hohe Tauern, die Gemeinden
Hinterstoder, Bad Ischl, Mattsee und der Bad Goisern -
Reinhaltungsverband Hallstätter See. "Mit unseren Veranstaltungen
setzen wir auch heuer wieder auf Dialog, Vernetzung und gegenseitiges
Lernen. Die heutige Länderkonferenz in Linz hat gezeigt, dass Umwelt-
und Klimaschutz einen großen Stellenwert bei unseren österreichischen
Betrieben und Gemeinden hat. So kann es uns gemeinsam gelingen, den
Verkehr in Österreich umweltschonend und energieeffizient
weiterzuentwickeln. Gemeinsam wird es uns gelingen, den CO2-Ausstoß
im Verkehrsbereich zu senken und die Potenziale des Umweltschutzes am
Arbeitsmarkt zu nutzen", so Berlakovich abschließend.
Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2107
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Pressesprecher des Bundesministers
Tel.: 01-71100-6703
stefan.ratzenberger@lebensministerium.at
www.klimaaktivmobil.at/greenmobility
www.umweltfoerderung.at/verkehr
















