• 24.06.2011, 11:10:47
  • /
  • OTS0080 OTW0080

Bures bei KTM-Weltpremiere: "E-Mobilität made in Austria ist Realität"

KTM und KISKA stellen Prototyp für batterie-elektrischen, dreirädrigen Pkw vor - Stefan Pierer: "Österreichisches Know-How für heimische Wertschöpfung"

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/1990/
Im Bild v.l.n.r.: Stefan Pierer (CEO Cross Industries), Infrastrukturministerin Doris Bures, Gerald Kiska (CEO KISKA)

Wien (OTS/BMVIT) - Am Mittwoch erlebte der "E3W" seine
Weltpremiere. Der "Electric Three Wheeler" ist ein dreirädriger,
batterie-elektrisch angetriebener Pkw, der in den vergangenen zwei
Jahren von KTM Powersport, KISKA, 234 Fahrzeugentwicklungs GmbH und
dem Austrian Institute of Technology entwickelt wurde; unterstützt
wurde die Entwicklung des Prototyps durch die Forschungsförderung des
Infrastrukturministeriums. Gemeinsam mit Infrastrukturministerin
Doris Bures haben KTM-Chef Stefan Pierer (CEO Cross Industries AG),
Gerald Kiska (CEO KISKA) und Peter Martin (CEO KTM Technologies) das
für den städtischen Verkehr konzipierte E-Fahrzeug im Salzburger
Anif, dem Standort von KTM Technologies, den Medien präsentiert. ****

Die Infrastrukturministerin zeigte sich stolz auf die zu 100
Prozent österreichische Entwicklung und sie hob das Engagement von
KTM hervor: "Nach wie vor das Wichtigste bleibt: Die unternehmerische
Initiative, die Bereitschaft von KTM ein ganz neues Fahrzeugkonzept
zu entwickeln und auf die Straße zu bringen." KTM habe mit dem E3W
seine führende Rolle bei neuen Fahrzeugkonzepten unterstrichen.

"Ich möchte mich aber nicht nur für die finanzielle Unterstützung
bedanken, sondern darauf hinweisen, dass genau solche Projekte und
die Form der hocheffizienten Förderung derselben ganz entscheidend
für die Absicherung des Hochtechnologiestandorts Österreich sind. Es
gilt, dies auch für die Zukunft sicherzustellen. Damit bleibt nicht
bloß das so wichtige Know-How in Österreich, sondern es entsteht eine
enorme Wertschöpfung im Land, auch oder vor allem im
Zuliefererbereich", so DI Stefan Pierer.

Neben der Präsentation des neuen E-Fahrzeugs hat KTM heute zwei
weitere wichtige Vorhaben angekündigt. So wird das im Juni 2010 als
Prototyp vorgestellte elektrischen Motorrad "Freeride" im Frühjahr
2012 in Serienproduktion gehen. Und: KTM wird am Standort Mattighofen
im Jahr 2013 mit der Produktion von leistungsstarken Batterien für
die E-Fahrzeuge starten.

Die Infrastrukturministerin wies auf die gezielte Unterstützung
für umweltfreundliche Mobilität durch die Forschungsförderung ihres
Resssorts hin. Aktuell werden innovative Fahrzeugtechnologien,
insbesondere E-Mobilität, mit rund 65 Mio. Euro pro Jahr gefördert.
"Mit der Offensive in Forschung und Entwicklung schaffen wir die
Grundlage, dass heimische Unternehmen hier ganz vorne mit dabei
sind", so Bures. Sie erinnerte daran, dass sie Anfang 2009 die
Forschungs-Offensive für alternative Antriebe, insbesondere
E-Mobilität, gestartet hat mit dem Motto "E-Mobilität made in Austria
ist machbar".

Damals hat das BMVIT die Forschungsmittel für automotive
Spitzenforschung um 50 Prozent erhöht, damals hat das Ministerium
gemeinsam mit der Industrie gezielt auf Innovation gesetzt, um
gestärkt aus der Krise herauszukommen. Das Ziel war, den
Strukturwandel im automotiven Sektor hin zu umweltfreundlichen
Antrieben und zu mehr Energieeffizienz unterstützen und
beschleunigen. Denn alle Fachleute seien sich einig, dass der Verkehr
der Zukunft elektrisch angetrieben sein wird. Elektrische Antriebe
sind bei der Energieeffizienz unschlagbar: Beim E-Auto werden 75
Prozent der Energie in Bewegung umgesetzt, dreimal so viel wie bei
konventionellen Benzin- oder Diesel-Fahrzeugen.

Bures: "Heute können wir sagen: E-Mobilität made in Austria ist
Realität." Man könne ohne Übertreibung sagen, dass diese gemeinsame
Initiative von Industrie, Forschungseinrichtungen wie dem AIT und
Politik ein Erfolg war. "Es gibt eine echte Aufbruchsstimmung in der
Branche und ein enormes Wachstum im Produktionswert der heimischen
Autozulieferindustrie", erläuterte die Ministerin. Nach den jüngsten
Zahlen von Statistik Austria gibt es im Jahresabstand ein Plus von 44
Prozent bei der Herstellung von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen.

E-Mobilität ist für Bures "natürlich ein Verkehrsthema, aber für
mich ist es genauso wichtig als Technologie- und Standortthema". Hier
gehe es zum einen um umweltfreundlichen Verkehr, um CO2-neutrale
Mobilität - aber zugleich darum, österreichische Unternehmen gezielt
zu unterstützen, damit sie technologisch in der Spitzengruppe dabei
sind. Bures: "Auf den Punkt gebracht: Mir geht es um E-Mobilität in
Österreich und aus Österreich. Denn das bedeutet Produktion,
Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich."

Vom "Zero Emission Motorcycle" zum "Electric 3 Wheeler"

Die Cross Industries AG ist als Netzwerk von Unternehmen im
Bereich Automotive Technologie mit umfassenden Kompetenzen in der
Entwicklung und Fertigung von Gesamtfahrzeugen, aber auch von
Fahrzeugkomponenten ausgestattet. Einzelne Unternehmen der Cross
Industries AG entwickeln seit dem Jahr 2007 Lösungen im Bereich der
E-Mobilität, welche vom BMVIT im Rahmen von FFG-Projekten gefördert
werden.

An erster Stelle stand dabei die Konzeptentwicklung eines "Zero
Emission Motorcycle", das 2007 gemeinsam mit dem "Austrian Institute
of Technologies", kurz AIT, in Angriff genommen wurde. Das elektrisch
betriebene Geländesportmotorrad soll ein neues Marktsegment, das den
Sport und die städtische Anwendung vereint, erschließen. Bereits im
Jahr 2008 konnte ein erster fahrender Prototyp präsentiert werden und
im Frühjahr 2012 wird nun die Serienproduktion der KTM "Freeride"
starten.

Aus der Entwicklung der "Freeride" entstand ein hochmodernes
Energiespeicher- und Antriebskonzept, das nicht nur alle bisher
bestehenden Elektromotorrad-Konzepte aussticht, sondern das auch eine
ideale Basis für andere Mobilitätskonzepte bietet. Darüber hinaus
fiel der Entschluss, die Fertigung des "Battery Packages" direkt bei
KTM in Oberösterreich anzusiedeln, wodurch rund 50 bis 60
Arbeitsplätze für hochspezialisierte Facharbeiter geschaffen werden.

Auf Basis des Energiespeicher- und Antriebskonzepts könnte nun
also eine Vielzahl verschiedener Mobilitätskonzepte verwirklicht
werden - ähnlich der Plattformtechnologie herkömmlicher Fahrzeuge bei
anderen Automobil-Großserienherstellern. Gemeinsam mit den
Hauptprojektpartnern KTM, KTM Technologies, KISKA und AIT fiel der
Entschluss, sich dabei auf die Konzeption von "Nicht-Autos" zu
beschränken, sprich auf alles, was dem herkömmlichen Produkt "Auto"
maximal ähnlich, aber nicht gleichzusetzen ist.

Favorisiert wurde dabei das Dreirad-Konzept, da dieses in vielen
Bereichen große Vorteile gegenüber vierrädrigen Fahrzeugen bietet:
Man kann strukturell leichter bauen (Gewichtsreduktion), man kommt
mit weniger Komponenten aus (Gewichts- und Kostenreduktion), es
benötigt weniger Raum (Raumökonomie), es entsteht weniger
Rollwiderstand (Kraftersparnis). All das ist natürlich im Sinne der
E-Mobilität, der Elektrifizierung des Fahrzeugs, da dadurch der
Energieaufwand sinkt und die Reichweite steigt bzw. die momentan
verfügbare Akku-Technologie ausreicht, um effiziente und dennoch
kostensparende Mobilität zu verwirklichen.

Das Projekt wurde im Jahre 2009 gestartet, Ende September 2011
wird es erfolgreich abgeschlossen sein. Schon jetzt konnte der erste
fahrfähige Prototyp präsentiert werden, der zweite folgt dann Ende
September. Die erste Präsentation galt selbstverständlich dem
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das durch
Frau Bundesministerin Doris Bures vertreten war

DI Stefan Pierer, CEO der Cross Industries AG: "Es freut uns ganz
besonders, dass die Frau Bundesministerin zu unserer Präsentation
gekommen ist. Dieses Projekt wurde von der
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG, Anm.) unterstützt und es gibt,
so glaube ich, nicht viele Gelegenheiten, bei denen sich die Frau
Minister so eindrücklich von der erfolgreichen beziehungsweise
effizienten Verwendung der Fördermittel überzeugen kann."

DI Stefan Pierer abschließend: "Europa ist führend in der
Fahrzeugindustrie und der Fahrzeugentwicklung, diese führende
Position müssen wir auch im Bereich der Elektromobilität schaffen
beziehungsweise ausbauen, damit wir für die zukünftigen Anforderungen
gerüstet sind. Dies muss auch ein vorrangiges Ziel der europäischen
Industriepolitik sein - und hier wiederum ist es unabdingbar, dass
wir für diese speziellen Anforderungen die richtigen Berufsbilder
schaffen. Es muss daher massiv und möglichst rasch in die optimalen,
zukunftsorientierten Ausbildungsmöglichkeiten investiert werden!"

Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/1990/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
Telefon: + 43 (0)1 711 62 65 8121
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel