• 13.04.2011, 11:02:21
  • /
  • OTS0109 OTW0109

Hochsaison für Diebe: In 15 Sekunden am Ziel - BILD

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=66&dir=201104&e=20110413_v&a=event
Im Bild v.l.n.r.: Dr. Louis Norman-Audenhove (Generalsekretär des
Versicherungsverbandes Österreich VVO), Dr. Wolfram Littich (Präsident des Versicherungsverbandes Österreich VVO), Ernst-Walter Stummer (Einbrecherkönig), Dir. Dr. Othmar Tann (Geschäftsführer Kuratorium für Verkehrssicherheit)

Wien (OTS) - Alle 36 Minuten geschieht in Österreich ein Einbruch.
Nicht nur der städtische, sondern auch der ländliche Bereich ist
zunehmend betroffen. Dabei könnten mindestens 70 Prozent aller
Einbrüche durch Prävention verhindert werden.

Die Zahlen der Kriminalstatistik des österreichischen
Innenministeriums sprechen für sich: "Den Negativrekord der
vergangenen Jahre gab es im Jahr 2009 mit österreichweit 12.259
Einbrüchen in Wohnungen, von denen nur 5,4 Prozent geklärt werden
konnten und 7.459 Einbrüchen in Einfamilienhäusern mit einer
Aufklärungsrate von gerade einmal 9,1 Prozent", wie Dr. Louis
Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen
Versicherungsverbandes (VVO) erklärt. Kein Wunder, dass sich die
Polizei 2010 wesentlich auf den Bereich Einbruchskriminalität
konzentrierte. "Doch obwohl die Kriminalstatistik für das Jahr 2010
einen leichten Rückgang bei Einbruchsdiebstählen verzeichnen kann,
ist die Zahl der angezeigten Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und
Einfamilienhäuser mit 14.646 Fällen nach wie vor alarmierend hoch.
Das bedeutet, dass im Durchschnitt täglich mehr als vierzig Einbrüche
österreichweit verübt werden", erläutert Dr. Wolfram Littich,
Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes (VVO).

Nur 15 Sekunden

Dass die Rush-Hour für Einbrüche in der Dämmerungszeit liegt, ist
weitgehend bekannt. Schockierend allerdings ist die Zeit, die für
einen Einbruch benötigt wird: in nur 15 Sekunden ist ein
professioneller Einbrecher bereits durch ein ungesichertes Fenster
oder eine Terrassentür eingedrungen. Neben der schnellen
Vorgehensweise lässt sich zunehmend auch ein
Professionalisierungsschub im Einbruchsdiebstahl erkennen: "Mit der
Quantität an Einbruchdiebstählen hat sich auch die Qualität
verändert. Die Täter gehen im Vergleich zu früher regelmäßiger vor,
selektieren die Objekte bewusster und sind besser organisiert",
erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit (KfV).

Frechheit siegt und Gelegenheit macht Diebe

Bargeld, Schmuck, Handys und MP3-Player - alles was leicht und
schnell in eine Tasche gesteckt werden kann, ist für Einbrecher von
Interesse. Aber auch Fernseher, Fotoapparate und Computer sind
beliebtes Diebesgut. Einbrecher wissen vor ihrer Tat nicht genau, wie
viel oder wie wenig sich in einer Wohnung oder in einem Haus
befindet. Sie hoffen immer auf eine lohnende Beute zu treffen und
ergreifen gerne sich bietende Gelegenheiten, erzählt
"Einbrecherkönig" Ernst Walter Stummer: "Oft nutzt man die
Leichtsinnigkeit der Bewohner und die Gelegenheit, die sich gerade
bietet."

Einfache Maßnahmen - mehr Schutz

Nur 30 Prozent der Einbrecher sind Plantäter, der Rest entscheidet
sich spontan zum Begehen einer Straftat. Beide "Typen" selektieren
ihr Objekt der Begierde aber nach dem Wert der zu erwartenden Beute,
nach dem Entdeckungsrisiko und nach dem Schwierigkeitsgrad, in das
Haus eindringen zu können. "Untersuchungen zeigen, dass es leider die
Hausbewohner selbst sind, die sich keine großen Gedanken über ihre
eigene und noch weniger über die Sicherheit anderer machen.
Eigeninitiative ist allerdings das beste Mittel, um sich und andere
vor Diebstahl zu schützen. Denn die meisten Einbrecher wenden ganz
simple Tricks an", betont Littich. Er empfiehlt: "Bauliche und
technische Maßnahmen, die viel Lärm verursachen und lange Zeit
brauchen, um geknackt zu werden, sind besonders effizient. Bei
geprüften Sicherheitstüren, eingemauerten Fenstergittern und
einbruchshemmenden Fensterbeschlägen geben viele auf."

Sicherheitstipps:

- Fenster mit Spezialverriegelung erschweren das Aushebeln. Fenster
der Widerstandklasse 2 (WK2) gewährleisten zumindest mehrere
Minuten Widerstand.
- Einbau von Sicherheitstüren, die der ÖNORM B5338 entsprechen (6
Klassen, Klasse 3 wird für den Heimbereich empfohlen)
- Haus- und Nebeneingangstüren mit vorstehenden Zylindern und
abschraubbaren Beschlägen dringend gegen einbruchssichere
Schlösser austauschen.
- Fenster und Terrassentüren schließen. Ein gekipptes Fenster ist
für einen Einbrecher wie ein offenes Fenster.
- Wichtig ist auch guter Nachbarschaftskontakt. Wer weiß, was
vorgeht, kann ungewöhnliche Aktivitäten erkennen und diese der
Polizei sofort melden.

Wussten Sie, dass...

... ein Profi-Einbrecher keine fünfzehn Sekunden braucht, um sich
über ein normales Fenster oder eine normale Türe Eintritt in ein
Wohnobjekt zu verschaffen?

... im Jahr 2010 in Österreich 10.063 Fälle von Einbruchsdiebstahl in
Wohnungen und 4.583 in Einfamilienhäuser angezeigt wurden?

... Einbrecher zumeist darauf vertrauen, dass sich niemand darum
kümmert, was im Stiegenhaus oder beim Nachbarn vorgeht?

...sich jeder Einzelne leicht vor Langfingern schützen kann?
Balkenriegelschlösser, Sicherheitstüren und Zylinderschlösser
schrecken ab!

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=66&dir=201104&e=20110413_v&a=event

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

VVO Versicherungsverband Österreich
   Mag. Dagmar HAUSER
   T.: 01/711 56/289
   F.: 01/711 56/280
   E.: [email protected]
   www.vvo.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VVO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel