• 23.03.2011, 15:39:48
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Nationalpark Hohe Tauern richtet Wissenschaftlichen Beirat ein - BILD

Die Mitglieder des neuen Wissenschaftlichen Beitrates: v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Scherzinger, Dr. Christian Smoliner, Dr. Helmut Zwander, Univ.-Prof. Dr. Leopold Füreder (Vorsitzender), Dr. Thomas Scheurer, Dr. Günter Köck

Matrei in Osttirol (TP/OTS) - Um die Ziele eines international
anerkannten Nationalparks zu erreichen, setzt der Nationalpark Hohe
Tauern in Kärnten, Salzburg und Tirol sowohl auf Wissenschaft und
Forschung als auch Naturraum Management und Bildung. Grundlage für
seine Forschungsaktivitäten bildet das Forschungskonzept. Zum Zwecke
der strategischen Beratung des Nationalparks in wissenschaftlichen
Fragen wurde nun ein Wissenschaftlicher Beirat eingerichtet.

Direktoriumsvorsitzender des Nationalparkrates, Mag. Peter
Rupitsch, betont die Wichtigkeit des Beirates: "Die Hohen Tauern
haben eine lange Forschungstradition. Angetrieben durch den
wissenschaftlichen Pioniergeist begann die Erforschung des Gebietes
schon im 18. Jahrhundert. Der Wissenschaftliche Beirat soll dem
Nationalpark Hohe Tauern zukünftig für wissenschaftliche und
forschungsbezogene Tätigkeiten und Vorhaben zur Seite stehen."

Schwerpunkte des Wissenschaftlichen Beirates werden die fachliche
Beratung des National-park Direktoriums hinsichtlich
Strategieentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich der
Nationalpark Forschung sein, weiters wird der Aufbau eines
internationalen Forschungsnetzwerkes forciert.

Die kürzlich statt gefundene, konstituierende Sitzung diente der
Beschlussfassung der Geschäftsordnung sowie der Wahl des Vorsitzenden
und seines Stellvertreters. Für die erste Periode von fünf Jahren
wurde Univ.-Prof. Dr. Leopold Füreder von der Universität Innsbruck
als Vorsitzender gewählt. "Das Schutzgebiet des Nationalparks Hohe
Tauern bietet für die Wissenschaft einen großen Schatz an
Betätigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Erforschung von
Gebirgslebensräumen und deren Biodiversität, das Entschlüsseln von
Naturprozessen, die Dokumentation von Klimaveränderungen. Der
wissenschaftliche Beirat sieht sich hier als Forum und Impulsgeber
für eine international ausgerichtete Forschungslandschaft.", so der
Beirats-Vorsitzende.

Als erste Ergebnisse wurden folgende Aufgaben als prioritär
beschlossen:

- Erarbeitung eines Konzeptes zur signifikanten Verbesserung der 
   Veröffentlichung der Forschungsarbeiten und -ergebnisse sowie 
 - Erarbeitung eines Konzeptes inkl. Katalog der wichtigsten 
   Forschungsfragen für ein repräsentatives Monitoring 
   (Langzeitbeobachtung, Erfolgskontrolle) zum gesamten 
   Schutzgebiet.

Die nächste Sitzung wird am 04. Oktober 2011 in Mallnitz
stattfinden. Die Konzepte sollen bis dahin bereits vorliegen.
Die acht stimmberechtigten Mitglieder des Beirates setzen sich
international zusammen: Deutschland (1), Schweiz (2) und Österreich
(5). Sie repräsentieren sowohl die nationale als auch die alpenweite
Forschung und bringen vielfältige Erfahrungen aus
naturwissenschaftlichen und angewandten Disziplinen, wie z.B.
Wildökologie, als auch aus dem Bereich der Forschungsförderung ein.

In den Beirat nominiert wurden folgende Vertreter: Dr. Wolfgang
Scherzinger (Zoologe und Ökologe, Bischofswiesen), Dr. Thomas
Scheurer (Geschäftsführer des Internationalen Wissenschaftlichen
Komitees Alpenforschung, Akademien der Wissenschaften Schweiz, Bern),
Univ.-Prof. Dr. Christian Körner (Botaniker und Hochgebirgsökologe,
Universität Basel), Dr. Christian Smoliner (Abteilungsleiter
Umweltsystemwissenschaften, Forschungs- und Bildungskooperationen,
Bundsministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien), Dr. Günter
Köck (Leiter der nationalen Forschungsprogramme, Österreichische
Akademie der Wissenschaften, Wien), Univ.-Prof. Dr. Leopold Füreder
(Zoologe und Gewässerökologe, Universität Innsbruck), Univ.-Prof. Dr.
Friedrich Reimoser (Wildökologe, Veterinärmedizinische Universität
Wien), Dr. Helmut Zwander (Präsident des Naturwissenschaftlichen
Vereines für Kärnten, Klagenfurt).

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Kristina Bauch, Nationalpark Hohe Tauern, Tel: 06562 40849-31

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Nationalpark Hohe Tauern
Tel.: +43 (0)4875 5112-23 (-21 Fax)
[email protected]
www.hohetauern.at

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