- 18.10.2010, 10:35:02
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VVO-Studie: Zwei Drittel aller Jugendlichen mit mangelhaftem Finanzwissen - BILD

Wien (OTS) - 62 Prozent aller Jugendlichen zwischen 14 und 20
Jahren geben zu, sich nicht oder nur wenig in Versicherungsfragen
auszukennen und fordern mehr Finanzbildung an Österreichs Schulen,
das zeigt eine aktuelle GfK-Studie. Der Versicherungsverband setzt
auf die Ergebnisse auf und erweitert seine Qualifizierungsoffensive.
"Wir stehen als Versicherungswirtschaft in der Verantwortung,
Zukunft zu gestalten. Somit kümmern wir uns auch um Finanzbildung",
erklärte Dr. Wolfram Littich, Präsident des Versicherungsverbands und
Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, am Montag vor
Journalisten.
Zwei Drittel der Jugendlichen fordern Finanzbildung an den Schulen
Im Rahmen einer repräsentativen Befragung des Versicherungsverbandes
unter 200 Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren gaben 62 Prozent zu,
sich in Finanzfragen nicht bzw. wenig auszukennen. Alarmierend: 58
Prozent der Jugendlichen führen an, im Rahmen des Schulunterrichts
keine Informationen zu Versicherungen erhalten zu haben. Dass der
Bedarf für Finanzwissen von den Jugendlichen selbst erkannt wird,
zeigen die Ergebnisse: So erachten es etwa sechs von zehn
Jugendlichen als sinnvoll, Finanzbildung stärker in den Lehrplan zu
integrieren. Wenn es darum geht, sich über Versicherungsprodukte zu
informieren, sind Eltern Anlaufstelle Nummer 1 (50 Prozent), gefolgt
von Freunden und Bekannten mit 14 Prozent. Etwa jeder zweite sieht
eine Haushaltversicherung als wichtigste Versicherung im
Privatbereich an.
Jugendliche wollen für Pension vorsorgen, wissen aber nicht, wie
Die Studie brachte aber auch positive Ergebnisse ans Licht: 89
Prozent der Jugendlichen glauben, dass es notwendig ist, für die
Pension vorzusorgen. Allerdings konnte jeder Zweite davon kein
Produkt nennen, mit dem er diesem Bedarf Rechnung tragen könnte. Von
jenen 11 Prozent, welche private Pensionsvorsorge nicht als wichtig
erachten, konnten 78 Prozent kein Produkt nennen. "Es ist erfreulich,
dass Jugendliche den Bedarf für private Pensionsvorsorge erkennen,
jedoch zeigt sich, dass sie nicht wissen, wie. Hier besteht akuter
Handlungsbedarf", so Littich. "Jugendliche wollen Verantwortung
übernehmen - geben wir ihnen somit auch in diesem Bereich die Chance,
diese wahrzunehmen."
Finanzbildung: Zukunftsmanagement heißt Wissensmanagement
Um die "Wissenslücken" zu schließen, bedarf es eines
Schulterschlusses aus Politik, Schulen und auch der Finanzwirtschaft.
"Es geht uns vor allem darum, dass Jugendliche frühzeitig Risiko
einschätzen lernen und künftige Bedarfslagen erkennen. Denn der in
Finanzfragen aufgeklärte Jugendliche von heute ist der mündige
Konsument von morgen", erklärt Littich. Finanzbildung sei ein
wichtiger Beitrag der Versicherungswirtschaft zur Transparenz - im
Zuge dessen sei diese sowohl für die Branche als auch für die Kunden
von hoher Bedeutung: Einen wichtigen Betrag leiste die
Versicherungswirtschaft tagtäglich durch die Qualifizierung ihrer
insgesamt mehr als 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Laut
Zahlen des VVO erhalten pro Jahr 662 Absolventen die Zertifizierung
als Kundenberater, 220 Lehrlinge schließen ihre Ausbildung
erfolgreich ab.
Versicherungsverband startet Finanzbildungsoffensive
"Wir sind aber auch gefordert, neue Wege in Richtung eines
mündigen Konsumenten einzuschlagen", so Littich. Finanzbildung stelle
die Basis für eine qualitätsvolle Beziehung zwischen Kunden und
Berater dar, die von Vertrauen geprägt sei. Finanzbildung hat im
Versicherungsverband seit Jahrzehnten Tradition - seitens des
Verbandes soll nun ein weiterer Meilenstein folgen: Neben dem Ausbau
der bisherigen Aktivitäten werde ab 2011 die Website mit Videos
erweitert, welche in jeweils 100 Sekunden Wirkungsweisen von
Versicherungen erklären. Die Dreharbeiten zu diesen Videos haben
Anfang Oktober begonnen. Zusätzlich werde der Weg über Netzwerke
sowie direkt zu den Schulen gesucht. "Um langfristig erfolgreich zu
sein, sind wir sind alle gefordert -
Finanzdienstleistungsunternehmen, Schulen, Lehrer, Eltern, Politik.
Es ist allerhöchste Zeit, sich ernsthaft mit diesem Thema
auseinanderzusetzen, damit Jugendliche in Geldangelegenheiten die
mündigen Konsumenten von morgen werden. Denn Finanzwissen dient auch
der Prävention von Finanzkrisen", so Littich abschließend.
Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=38&dir=201010&e=20101018_v&a=event
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Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Ebeert Versicherungsverband Österreich VVO Schwarzenbergplatz 7, 1030 Wien Telefon: (01) 71156-261 E-Mail: [email protected] www.vvo.at
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