- 24.05.2010, 11:26:58
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MKV beschließt Schul- und Europaprogramm
Die diesjährige Jahrestagung des MKV in Waidhofen/Ybbs stand ganz im Zeichen der Schul- und Europapolitik; Kritik übte Vorsitzender Kukacka an BM Karl

Wien (OTS) - Ein eindrucksvolles Zeichen der Stärke setzte am
Pfingstwochenende der Mittelschüler-Kartell-Verband bei seiner
Jahrestagung in Waidhofen/Ybbs (NÖ). 1.500 junge Menschen aus ganz
Österreich nutzten ihre Freizeit um am 68. "Pennälertag" über
Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft zu diskutieren.
Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei den zentralen Themen Europa und
Bildung geschenkt.
Neustart in der Bildungsdiskussion
"Der MKV gibt Schülern eine Plattform sich inhaltlich mit
zentralen gesellschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen und dabei
ihre Vorstellungen und Positionen einzubringen." stellt
MKV-Vorsitzender StS a.D. Mag. Helmut Kukacka fest. So wurde unter
anderem auf der Generalversammlung das "30-Punkte-Schulprogramm"
beschlossen, in dem gefordert wird, dass die Arbeit der Lehrer und
die Qualität des Unterrichts regelmäßig evaluiert werden müsse.
"Jeweils am Ende eines Semesters soll den Lehrern von den Schülern
per Fragebögen ein Feedback über die Qualität des Unterrichts gegeben
und das Ergebnis in der Klasse nachbesprochen werden", informiert
Kukacka.
"30-Punkte-Schulprogramm" beschlossen
"Der MKV bringt sich mit seinem '30-Punkte-Schulprogramm' offensiv
in den Neustart der Bildungsdiskussion ein." Dieser sei höchst
notwendig, denn seit Jahrzehnten drehe sich die Bildungsdiskussion
nur um die einzige Frage: Gesamtschule ja oder nein.
Wenig anfangen kann die Mittelschülerorganisation mit den
Vorschlägen von Wissenschaftsministerin Dr. Beatritx Karl, in denen
eine weitgehende Übernahme der sozialistischen Argumentation gesehen
wird. Nach Meinung des MKV komme es nicht primär auf die Organisation
des Schulsystems, sondern auf seine Inhalte und seine Durchlässigkeit
an. Denn: "Die Einheitsschule führt noch zu keiner Verbesserung der
Bildungs- und Ausbildungssituation der österreichischen Jugend." so
Kukacka im Gespräch mit den Jugendlichen.
Europa-Programm beschlossen
Ein klares Bekenntnis gab der MKV auch für das Christentum als
wesentlichen Teil der Leitkultur Europas ab, dem Europa-Programm
wurde nach intensiven inhaltlichen Diskussionen eine klare Zustimmung
erteilt. "Die europäische Wertordnung muss von allen akzeptiert
werden, auch wenn Zuwanderer zB aus religiöse Gründen ein anderes
kulturelles Verständnis mitbringen." hält der ehemalige
Staatssekretär fest.
Sobotka: "MKV Werte sind Eckpfeiler der Gesellschaft"
LH-Stellvertreter Wolfgang Sobotka sprach dem MKV und der
Organisation in Waidhofen ein großes Lob aus: "Die Werte, die der MKV
vertritt, wie beispielsweise eine patriotische Gesinnung und
Bekenntnis zu christlich-sozialen Grundsätzen, sind Eckpfeiler
unserer Gesellschaft. Ohne solche werteorientierte junge Menschen
würde unsere Gesellschaft ihre geistige Orientierung verlieren."
Neben Sobotka und Bischof Küng, der den MKV bestärkte sich aktiv
in der Gesellschaft einzubringen, gaben sich auch weitere Vertreter
des gesellschaftlichen Lebens ein Stelldichein. So wurde unter
anderem gesichtet: ÖAAB-Generalsekretär LAbg. Lukas Mandl, Abg. z. NR
Silvia Fuhrmann, Bundesschülersprecherin Pia Bauer, der Bundesobmann
der Schülerunion Oliver Möllner, der Waidhofner Bürgermeister Wolfgan
Maier und alt-NR-Abgeorndeter "Pepi" Höchtl.
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