• 24.02.2010, 13:41:17
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Schloss Esterházy und Eisenstadt als internationales Zentrum des Streichquartetts - BILD

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=68&dir=201002&e=20100224_e&a=event
Die Musik und Literatur Tschechiens und der Slowakei stehen im Mittelpunkt des 2. Esterházy Streichquartett Festivals, das vom 18. bis 20. Juni 2010 im Haydnsaal des Schlosses Esterházy in Eisenstadt stattfinden wird.

Wien (OTS) - Kaum eine andere musikalische Gattung kann auf eine
bis heute so ungebrochene Tradition verweisen wie das
Streichquartett. Von Haydn initiiert, ent- und weiterentwickelt, gilt
diese Musikgattung in ihrem unendlichen Facettenreichtum vielen
Musikern und Musikfreunden als wohl intimste und intensivste
musikalische Form.

Um der Bedeutung der Gattung Streichquartett, international
gerecht zu werden, ist es unsere langfristige Zielsetzung, das
Esterházy Streichquartett Festival zu einer Institution werden zu
lassen.

Dieses spezifische Format, dem weltweit kaum ein Festival zur
Gänze gewidmet ist, hat Potenzial, Zentrum der internationalen
Streichquartettszene zu werden sowie zahlreichen jungen
Hoffnungsträgern als Sprungbrett in das internationale Konzertleben
zu dienen.

Welcher Ort für ein Streichquartett Festival wäre geeigneter als
die langjährige Wirkungsstätte seines Erfinders Joseph Haydn. Im
Haydnjahr erstmals sehr erfolgreich veranstaltet, wird das Esterházy
Streichquartett Festival heuer und auch in den nächsten Jahren im
Haydnsaal des Schlosses Esterházy seine Fortsetzung finden.

Die Erweiterung des erstklassigen musikalischen Angebots um
Darbietungen anderer Kunstgattungen wie der Literatur und die
Einbindung aktueller gesellschaftspolitischer Themen verleihen dem
Festival eine einzigartige Ausstrahlung.

Der Fokus liegt jedes Jahr auf einem anderen Land des mittel- und
osteuropäischen Raumes. Den Beginn im Jahr 2009 machte Ungarn, in
Gedenken an das historische Jahr 1989, in dem der "Eiserne Vorhang"
unweit von Eisenstadt an der ungarisch-österreichischen Grenze fiel.

Das Esterházy Streichquartett Festival 2010

Die künstlerische Leiterin, Alja Batthyány-Végh, stellt 2010 die
Musik und Literatur der ehemaligen "Tschechoslowakei" - heute die
Slowakei und die Tschechische Republik - in den Mittelpunkt des
Festivals.

Besonders beeindruckend bei der Musik des späten 19. sowie des 20.
und 21. Jahrhunderts bei vielen Komponisten dieser Länder ist deren
besondere Verbindung zu ihrer Heimat. In zahlreichen Werken wird die
Heimat, die heimatliche Landschaft, der Urgrund des Lebens,
gewissermaßen komponiert und in Klang gefasst.

Heimat aber bedeutet auch ein prägendes, oft auch schmerzliches
Erlebnis von Entferntsein -das Bestreben zu reisen, das quälende,
aber auch beglückende "Unterwegs" in künstlerische Form zu bringen.
Wir finden dies bei Antonín Dvorák und bei Bohuslav Martinu. Beide
reisten in die Ferne, verließen ihre Heimat. Im übertragenen Sinne
trifft das auch auf Leos Janácek zu, der sich mit
politisch-gesellschaftlichen Problemen musikalisch beschäftigend
gleichsam in Konflikt mit der Heimat zu Wort meldete.

Der Begriff "Heimat" ist in seiner Emotionalität eher ein Begriff
der Romantik, den wir nicht unbedingt mit Joseph Haydn in Verbindung
setzen können, obwohl auch Haydn - vor allem in seinen späten Jahren
- ein Reisender war. Ein Künstler, ein Mensch des gewagten
"Unterwegs", der Entfaltung in der Ferne, aber auch des Bewusstseins
von tiefer Verwurzelung in den Regionen seiner Kindheit und seines
langen schöpferischen, gleichwohl beruflich abhängigen Lebens.

In diesem Zusammenhang ist nicht nur ein rein geographischen
Heimatbegriff herzustellen, sondern auch der metaphorische in Bezug
zur Musik. So stellt unter anderem Gideon Klein einen starken Bezug
in seiner Musik zur Mährischen Tradition her, aber auch zu Martinu
und Janácek, welcher wie auch Gideon Klein seine Werke mit Mähren
verbunden hatte. Auch in dieser mährischen Tradition komponierte
Pavel Haas, der Schüler von Leos Janácek war.

Als Beispiel der Programmierung sei hervorgehoben, wie besonders
Sinn bringend der Zusammenhang von Musik und Literatur in Janáceks
Streichquartett Nr. 1 dargestellt wird, welches der Komponist in
Anlehnung an Leo Tolstois Novelle "Kreutzersonate" komponierte. In
dieser Novelle ist Ludwig van Beethovens "Kreutzersonate" ein
wesentlicher Wendepunkt.

Pavel Kohout und Jirí Grusa - zwei große Literaten und beide
aktive Protagonisten des Prager Frühlings 1968 - begleiten mit
Prologen aus ihren Werken das zweite Esterházy Streichquartett
Festival 2010.

Fünf international renommierte und international erfolgreiche
Streichquartette - das Pavel Haas Quartett, das Mandelring Quartett,
das Auryn Quartett, das Apollon Musagète Quartett und das Panocha
Quartett - spielen Werke von Haydn, Dvorák, Smetana, Martinu,
Janácek, Haas, Ullmann und Suk.

2. Esterházy Streichquartett Festival
18. bis 20. Juni 2010, Haydnsaal, Schloss Esterházy in Eisenstadt

Infos
Esterházy Privatstiftung
Esterházyplatz 5
7000 Eisenstadt
Tel.: +43 (0) 2682 / 63004-420
www.esterhazy.at

Ticketpartner
Haydnfestspiele Eisenstadt
Schloss Esterházy
7000 Eisenstadt
Tel.: +43 (0) 2682 / 61866
www.haydnfestival.at

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=68&dir=201002&e=20100224_e&a=event

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Presseinformation
   Edeltraud Werschlein
   Esterházy Privatstiftung
   7000 Eisenstadt, Esterházyplatz 5
   Tel. 02682/63004-410
   Fax 02682/63004-499
   Mail: [email protected]
   www.esterhazy.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/5560

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