- 25.11.2009, 10:45:29
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Hundstorfer: Der Europäische Sozialfonds (ESF) leistet einen wesentlichen Beitrag zur Krisenbewältigung
Der ESF ist integrierter Bestandteil der österreichischen Arbeitsmarktpolitik an der Schnittstelle zu Bildungs- und Sozialpolitik

Wien (OTS/BMASK) - Im Rahmen der heutigen ESF Jahrestagung 2009 im
Palais Niederösterreich in Wien präsentierte der Europäische
Sozialfonds (ESF) in Österreich seine Leistungsbilanz. "Der
Europäische Sozialfonds ist ein wichtiges Instrument bei den
arbeitsmarktpolitischen Anstrengungen der österreichischen
Bundesregierung", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer, "die
ESF-Maßnahmen sind dabei integrierte Bestandteile der
österreichischen Arbeitsmarktpolitik an der Schnittstelle zu
Bildungs- und Sozialpolitik."
In der Förderperiode 2007-2013 stehen über 1,2 Milliarden Euro
für ESF-Maßnahmen in Österreich zur Verfügung. "Die Reaktion des
Europäischen Sozialfonds auf die Wirtschaftskrise bestand im
Vorziehen von Fördermitteln und damit in der Verstärkung und
Intensivierung der Maßnahmen im Jahr 2009", erklärte Bundesminister
Hundstorfer.
Die Vertreterin der Europäischen Kommission Lenia Samuel, Stv.
Generaldirektorin der Generaldirektion Beschäftigung, soziale
Angelegenheiten und Chancengleichheit, bekräftigte: "Der Europäische
Sozialfonds vergibt in der Förderperiode 2007-2013 rund 75 Milliarden
Euro an Mitgliedstaaten und Regionen in der EU. Im Jahr 2009 haben
wir den Mitgliedstaaten zusätzliche Vorauszahlungen in Höhe von 1,8
Milliarden Euro aus ESF-Mitteln zur Verfügung gestellt."
Das ESF-Budget für das AMS wurde 2009 zur Krisenbewältigung um 14
Millionen Euro auf insgesamt rund 57 Millionen Euro erhöht, indem
Mittel vorgezogen wurden. Das AMS erhält für den gesamten
Förderzeitraum 2007-2013 306 Millionen Euro an ESF-Mitteln.
Die Weiterbildung von Beschäftigten hat einen hohen Stellenwert im
österreichischen ESF-Programm. Jährlich werden im Durchschnitt 27.000
Personen in Aus- und Weiterbildungen über die
Qualifizierungsförderung für Beschäftigte für Klein- und
Mittelbetriebe des AMS gefördert. Die Qualifizierungsberatung,
finanziert über den ESF, unterstützt diese Unternehmen bei der Suche
nach Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Beschäftigten bzw.
bei der Personalentwicklung. Seit 2007 wurden hier insgesamt 2.311
Unternehmen unterstützt.
Das ESF-Programm wurde aufgrund der Krise erweitert, sodass auch
Unternehmen, die ihre Beschäftigten in der Kurzarbeit qualifizieren,
Unterstützung erhalten.
Dazu kommt die Flexibilitätsberatung für große Unternehmen zum Auf-
und Ausbau eines flexiblen Personalmanagements. Mit der neuartigen
"Flexibilitätsberatung plus" stehen betroffenen Unternehmen seit 1.
April 2009 die innovativen arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie
Bildungskarenz plus, Kurzarbeit und Qualifizierung in den Unternehmen
zur Verfügung. 276 Unternehmen seit 2007 beraten.
"Wichtig sind uns aber auch all die Maßnahmen für Jugendliche,
die wir mit dem ESF setzen - vom Hauptschulabschlusskurs bis zur
FacharbeiterInnenausbildung und alle innovativen Maßnahmen im
Übergang von Schule und Beruf", betont Sozialminister Rudolf
Hundstorfer.
Im ESF-Schwerpunkt Lebensbegleitendes Lernen, der in Österreich
vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und dem
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung betreut wird, stehen
2007-2013 über 57 Millionen Euro an ESF-Mitteln für Bildung, Aus- und
Weiterbildung als zentralem Baustein der ESF-Strategie zur Verfügung.
Die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in den
Arbeitsmarkt ist einer der zentralen Schwerpunkte bei den Maßnahmen
des ESF, dafür stehen in der Förderperiode 2007-2013 über 85
Millionen Euro an ESF-Mitteln in Österreich zur Verfügung.
Ein Meilenstein in der Arbeit des ESF ist die Schaffung
sogenannter Territorialer Beschäftigungspakte (TEPs), die seit dem
Jahr 2000 im Europäischen Sozialfonds verankert sind. Diese werden
mittlerweile in jedem österreichischen Bundesland umgesetzt. Jeder
Territoriale Beschäftigungspakt setzt sich aus den wesentlichen
arbeitsmarktpolitischen Akteurinnen und Akteuren in der Region
zusammen, wie dem Arbeitsmarktservice, den Landesregierungen,
Sozialpartnern, Landesstellen des Bundessozialamts, Gemeindeverbänden
und weiteren Institutionen. "Die Territorialen Beschäftigungspakte
sind eine österreichische Erfolgsgeschichte, die eine Vorbildwirkung
weit über die Landesgrenzen hinaus in die gesamte Europäische Union
haben", sagte Bundesminister Rudolf Hundstorfer. 2010/2011 werden die
ESF-Fördermittel, die den TEPs für Projekte für arbeitsmarktferne
Zielgruppen zur Verfügung stehen auf ca. 26 Millionen Euro erhöht, um
den negativen Auswirkungen der Finanzkrise schnell entgegenwirken zu
können.
"Die außerordentlichen Anstrengungen aller
arbeitsmarktpolitischen und ESF-Verantwortlichen ließen uns in
Österreich die aktuellen Herausforderungen im internationalen
Vergleich relativ erfolgreich bestehen. Wir werden auch zukünftig
alles unternehmen, um Österreich mit Unterstützung des ESF auf dem
Arbeitsmarkt möglichst rasch wieder aus der Krise zu führen", sagte
Bundesminister Hundstorfer.(Schluss)
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer , Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at
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