- 21.10.2009, 11:34:29
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Bures: Österreichweite Forschungs- und Innovationsstrategie notwendig
Forum BMVIT diskutiert Wachstumspotentiale von Innovation und Forschung

Wien (OTS) - "Was wir heute für die Forschung und Entwicklung
unternehmen, ist entscheidend, um im globalen und europäischen
Wettbewerb zu bestehen", betonte Infrastrukturministerin Doris Bures
am Dienstagabend bei der Eröffnung des "Forum BMVIT". Für das
erklärte Ziel, dass Österreich in die Top drei der innovativsten
Volkswirtschaften der EU aufrückt, werde gerade eine österreichweite
Forschungs- und Innovationsstrategie für den Zeitraum der nächsten 10
Jahre entwickelt. Die Strategie müsse gemeinsam von Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik getragen werden, betonte Bures. ****
Im Anschluss an die Eröffnungsrede der Ministerin diskutierten die
Vorstandsvorsitzende von Siemens-Österreich, Brigitte Ederer, die
Vorstandsdirektorin von Infineon Österreich, Monika Kircher-Kohl, der
Geschäftsführer vom Austrian Institute of Technology, Anton Plimon,
und WIFO-Chef Karl Aiginger die Frage: "Woher das neue Wachstum kommt
- Die Rolle von Forschung und Innovation in der Krise".
Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, müssen
Strukturanpassungen vorgenommen, muss auf die richtigen
Zukunftsfelder in den Bereichen Innovation und Technologie sowie auf
eine stärkere Outputorientierung gesetzt werden, erklärte Bures und
betonte: "Wir können uns keinen Innovationsstopp leisten, denn dies
würde katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Wohlstand
haben".
"Grüne Technologien" im Mittelpunkt
Das Infrastrukturministerium legt in seiner Forschungsförderung
großen Wert auf "grüne Technologien", um den Auswirkungen des
Klimawandels und der Energieknappheit zu begegnen. Das spiegelt sich
in der Schwerpunktsetzung wider. Die Ministerin verwies auf die
zentralen Themen Energie- und Umwelttechnologie sowie
energieeffiziente Mobilität("Green Mobility"). Bei letzterem gibt es
einen besonderen Fokus auf Elektromobilität. Daher werden sowohl die
Forschung als auch Maßnahmen zur Markteinführung von E-Mobilität
forciert.
Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Produktion
ergänzen die Schwerpunktpalette des BMVIT. Dies insbesondere deshalb,
weil Kommunikationstechnologien für das Wirtschaftswachstum ein
entscheidender Faktor sind. Ein Viertel des BIP-Wachstums ist auf IKT
zurückzuführen. In dem Zusammenhang betonte Bures die Notwendigkeit,
den Zugang zu Kommunikationstechnologien und damit zur Teilhabe an
der modernen Wissensgesellschaft ohne Kluft zu ermöglichen. Es werde
eine zentrale Aufgabe sein, diese Chancen allen zugänglich zu machen.
Qualifikation, Bildung, Effizienz - Teile der Innovationsstrategie
Die Diskussion war thematisch breit gestreut.
Infineon-Vorstandsvorsitzende Monika Kircher-Kohl betonte, "um dem
globalen Wettbewerb nicht nur als Unternehmen, sondern auch als
Volkswirtschaft standzuhalten, braucht es Qualifikation". Die
Umsetzung der Bildungsreform müsse deshalb ein Teil der Innovations-
und Technologiestrategie sein.
Siemens-Chefin Brigitte Ederer hält einen Paradigmenwechsel hin zu
einer integrierten nachhaltigen Klima- und Energiepolitik sowie einem
Gleichgewicht von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten
für notwendig. Eine solche Neugestaltung des Energiesystems sei
primär durch forcierte technologische Innovation erreichbar, wie sie
nur durch die Industrie geleistet werden kann.
Der Leiter des Wifo, Karl Aiginger, erklärte, um die
CO2-Problematik zu lösen, müsse sich im Autosektor etwas verändern.
"Mit der bestehenden Technologie kann dies nicht erreicht werden", so
Aiginger, der ebenfalls betonte, dass "die Verkehrsleistungen
steigen, während die Technologie hinterher läuft".
AIT-Geschäftsführer Anton Plimon sieht angesichts der schwer zu
bewältigenden Verkehrsströme in und rund um Ballungszentren massiven
Änderungsbedarf. "Es geht darum, Mobilität anders zu organisieren, es
geht um neue Technologien. Neue technische Lösungen sind in
Reichweite", so Plimon. Ein zentrales Element sei dabei E-Mobility.
Dazu gilt es eine ganze Reihe von Technologien zu beherrschen:
Batterietechnik, Bauelektronik, Systemdesign von Fahrzeugen,
Infrastruktur, Flottengrößen. (Schluss)
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Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
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