• 15.09.2009, 16:29:19
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Modellregion Vorarlberg auf dem Weg in die mobile Zukunft

VCÖ-Mobilitätspreis für Bahnhof Dornbirn, VLOTTE mit erfreulichen Fortschritten

Bregenz (VLK) - Öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad sind in
Vorarlberg stark im Trend, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt.
Ein Paradebeispiel dafür ist das Siegerprojekt des
VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg 2009: der Bahnhof Dornbirn als
Mobilitätsdrehscheibe und multimodaler Verkehrsknotenpunkt. Auch der
Elektromobil-Modellversuch VLOTTE macht sehr gute Fortschritte.
Anlässlich der Mobilitätspreis-Verleihung heute, Dienstag, in
Bregenz sahen Landeshauptmann Herbert Sausgruber und
Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser durch die vom VCÖ vorgelegten
Zahlen den Weg bestätigt, der mit dem "Verkehrskonzept Vorarlberg
2006 - Mobil im Ländle" eingeschlagen wurde: Bis zum Jahr 2015 soll
der Pkw-Anteil am Werktagsverkehr in Vorarlberg um sechs Prozent
gesenkt werden, und zwar zugunsten des Radverkehrs (+3 Prozent), des
öffentlichen Verkehrs (+2 Prozent) und des Anteils der Pkw-Mitfahrer
(+1 Prozent).

Ein realistisches Ziel. Laut VCÖ-Expertin Bettina Urbanek zeigt
die aktuelle VCÖ-Studie einen Rückgang der jährlichen privaten
Pkw-Kilometer in Vorarlberg. Im Jahr 2008 war ein Pkw in Vorarlberg
im Schnitt 12.180 Kilometer unterwegs - um 728 Kilometer weniger als
noch 2006. Die individuelle Mobilität der Menschen sinke dadurch aber
nicht, ganz im Gegenteil: Mehr als 33.000 Personen fahren täglich mit
öffentlichen Verkehrsmitteln und 109.000 Menschen - rund 36 Prozent
aller in Vorarlberg lebenden Personen über 15 Jahre - legen ihre
Alltagswege täglich oder mehrmals pro Woche mit dem Fahrrad zurück.

Der VCÖ beobachtet eine Entwicklung zur "multimodalen Mobilität",
also zur Kombination mehrerer Verkehrsmittel. Bahnhöfen komme dabei
eine entscheidende Rolle als Verkehrsknotenpunkte zu. "Bahnhöfe sind
heute regelrechte Mobilitätsdrehscheiben, wo ein Verkehrsmittel -
etwa das Fahrrad, die lokale Buslinie oder das Auto vom Carsharing -
mit der Nutzung der Bahn verknüpft wird", so Urbanek. Der Preisträger
des VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg 2009, der Bahnhof Dornbirn, zeige
dies in vorbildlicher Weise.

Die VCÖ-Studie schreibt auch der Elektromobilität große Bedeutung
im Rahmen einer multimodalen Mobilität zu. Elektroautos sind eine
wichtige Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr. Mit dem Projekt VLOTTE
leistet Vorarlberg Pionierarbeit, sagte illwerke vkw-Vorstand
Christof Germann. Bisher konnten schon über dreißig Elektrofahrzeuge
auf die Straße gebracht werden. Weitere Impulse erwartet Germann,
wenn das norwegische Unternehmen Think - Hersteller des
Elektrofahrzeugs Think City und damit der überwiegenden Anzahl der
Fahrzeuge des VLOTTE-Projekts - im Herbst wieder mit der Produktion
seiner Elektroautos startet, sowie durch die Zusammenarbeit mit Fiat
Rohrer in Rankweil und Elektrotechnik Theurer in Wolfurt, wodurch
künftig Fahrzeuge der Marke Fiat 500 direkt in Vorarlberg auf
Elektrotechnik umgerüstet werden können. Die ersten beiden dieser
Autos wurden heute an die Firma GIKO Verpackungen und die Firma
Rhomberg Bau übergeben.

Im August wurde auf dem illwerke vkw-Gelände in Bregenz in
Rekordbauzeit eine Fotovoltaikanlage errichtet, die die benötigte
Energie für den Jahresverbrauch von rund 45 Elektroautos erzeugen
wird. Und beim ÖAMTC neben dem Dornbirner Messepark wurde kürzlich
die erste öffentlich zugängliche VLOTTE-Stromstelle montiert. Für den
illwerke vkw-Vorstandsvorsitzenden Ludwig Summer ist klar: "Selbst
wenn in den nächsten Jahren die Zahl der in Vorarlberg zugelassenen
Elektromobile stark steigt, können wir den zusätzlichen
Stromverbrauch durch erneuerbare Energie abdecken."

Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at .

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20135
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse

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