• 27.08.2009, 13:28:01
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LR Schmid: Vorarlberg in der Pflege "gut gerüstet"

Prognosemodell als wirksame Grundlage für Weiterentwicklung im Betreuungs- und Pflegenetz Vorarlberg

Bregenz (VLK) - Der Altenbetreuungs- und Pflegebedarf in
Vorarlberg steigt zwar stärker als noch vor wenigen Jahren
angenommen, das Land ist auf diese Entwicklung aber gut vorbereitet.
So lautet das Resümee von Landesrätin Greti Schmid aus der
Evaluierung der vor fünf Jahren präsentierten Studie über die
Entwicklung der Pflegeressourcen. "Die Angebote zur Pflege und
Betreuung älterer Menschen in Vorarlberg sind konsequent erweitert
worden. Unsere Einrichtungen reagieren sehr sensibel und punktgenau
auf gestiegenen Bedarf", sagte Schmid heute, Donnerstag, im Landhaus.
Wegen des stärkeren Zuwachses der Zahl älterer Menschen mussten
die Bedarfsprognosen für das Jahr 2020 nochmals nach oben korrigiert
werden. Bis dahin werden zu den derzeitigen gut 2.150 Heimplätzen
rund 1.000 zusätzliche erforderlich sein. Der Einsatz der Mobilen
Hilfsdienste wird sich voraussichtlich auf über eine Million Stunden
im Jahr verdoppeln. Für Studienautorin Professorin Erika
Geser-Engleitner hat sich das Prognosemodell als taugliches
Instrument für die Einschätzung der Bedarfsentwicklung erwiesen. Die
regelmäßige Adaptierung sei notwendig, weil der Bedarf sehr sensibel
auf unterschiedlichste Faktoren reagiert - die tatsächliche
demographische Entwicklung, Familiengröße, Töchterpotential,
wirtschaftliche Situation und Arbeitsmarkt, zusätzliche finanzielle
Leistungen für pflegende Angehörige oder auch neue Angebote zur
Absicherung pflegender Angehöriger.

Entscheidend ist für LR Schmid die enge Vernetzung der mobilen und
stationären Dienste. "Dass in Vorarlberg 80 Prozent der
pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut werden können, ist dem
Engagement vieler pflegender Angehöriger zu danken, die dabei durch
die unterstützende Arbeit der Hauskrankenpflege, der Mobilen
Hilfsdienste, der Hospizbewegung und des Betreuungspools hervorragend
ergänzt werden." Dieser Weg werde fortgesetzt, weil er dem Wunsch der
meisten älteren Menschen entspricht. Es gelte kostenschonende Modelle
zu entwickeln, aber das Älterwerden der Menschen nicht ausschließlich
als Kostenfrage zu sehen, so Schmid.

"connexia"-Geschäftsführer Martin Hebenstreit wertete den
vorliegenden Bericht als sichtbares Ergebnis der guten Zusammenarbeit
aller Partner im Betreuungs- und Pflegenetz Vorarlberg. Ein
Schwerpunkt im kommenden Arbeitsjahr werde die qualitative
Weiterentwicklung des Casemanagements in den einzelnen Gemeinden
sein. Darüber hinaus bleibe die bestmögliche Unterstützung Pflegender
Angehöriger ein vorrangiges Anliegen.

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