- 28.07.2009, 14:30:10
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Perspektiven bieten in schwierigen Zeiten
Land und AMS fördern zusätzliche Angebote für Jugendliche und ältere Arbeitslose
Bregenz (VLK) - In der derzeit schwierigen wirtschaftlichen
Situation verstärken das Land Vorarlberg und das Arbeitsmarktservice
ihre Bemühungen, beschäftigungslosen Menschen zu helfen. Insbesondere
Jugendlichen, aber auch älteren Arbeitslosen gelte es auf absehbare
Zeit eine Perspektive zu bieten, sagten Landeshauptmann Herbert
Sausgruber, Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser und
AMS-Landeschef Anton Strini heute, Dienstag, im Pressefoyer.
Zusätzlich zu den bestehenden Möglichkeiten werden zwei
zusätzliche Angebote von Land und AMS gefördert: Eine Arbeitsstifung,
in der Jugendliche bis zu drei Jahre lang unterkommen können, sowie
ein gemeindenahes Beschäftigungsprogramm, das vor allem auf ältere
Arbeitslose zugeschnitten ist. Weiters finanziert das Land das
Projekt "Start-up-Check". Dessen Ziel ist es, Jugendlichen zu helfen,
die Gefahr laufen, die Pflichtschule mit negativem Zeugnis
abzuschließen, und die in der Folge kaum Chancen auf eine Lehrstelle
hätten.
Jugendstiftung:
An der bundesweiten Jugendstiftung können sich
Arbeitskräfteüberlasser oder Unternehmen bis maximal 250 Beschäftigte
beteiligen. Aus Vorarlberg können bis zu 85 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer im Alter bis 25 Jahre aufgenommen werden, erläuterte
AMS-Chef Strini. Maßnahmen sind eine Berufsorientierung, aktive
Arbeitsuche, Aus- und Weiterbildung sowie Praktika.
Eintritte in die Stiftung sind im Zeitraum 1. August 2009 bis 31.
Dezember 2010 möglich. Die Verweildauer in der Stiftung beträgt
maximal drei Jahre, also bis spätestens 31. Dezember 2014. Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten in dieser Zeit das
Arbeitslosengeld plus ein Stiftungsstipendium in Höhe von 100 Euro
monatlich. Land und AMS tragen zur Finanzierung mit jeweils gut
106.000 Euro bei.
Gemeindenahes Beschäftigungsprogramm:
Das Gemeindenahe Beschäftigungsprogramm gilt vor allem solchen
Arbeitslosen, bei denen wegen gesundheitlicher Einschränkungen,
Alter, Betreuungspflichten, sozial auffälligem Verhalten die Gefahr
langfristiger Arbeitslosigkeit besteht. Gefördert werden können
Gemeinden sowie gemeindenahe bzw. kirchliche Einrichtungen, aber auch
Wohlfahrtsverbände, die solche Menschen für öffentliche und
gemeinnützige Tätigkeiten in den Bereichen Ortsbild- oder
Landschaftspflege, Umweltschutz oder Sport, Kunst und Kultur
einstellen. Die Förderung erfolgt als Zuschuss zu den Lohnkosten, der
Beschäftigungsträger hat nur ein Zwölftel der Kosten zu finanzieren.
Die Laufzeit des Förderungsprogramms ist von 1. August 2009 bis
30. November 2010. AMS-Chef Strini rechnet mit mindestens 185
Personen, die dadurch zumindest temporär einer Beschäftigung
nachgehen können. Somit belaufen sich die Förder-Plankosten auf 2,52
Millionen Euro für das AMS und 945.000 Euro für das Land.
Start-up-Check:
Mit Hilfe des Start-up-Checks können Haupt- und Poly-Schülerinnen
und Schüler, die im 9., 10. bzw. 11. Schuljahr stehen, überprüfen, ob
sie das Grundwissen für eine künftige Lehrausbildung mitbringen.
Reichen die Ergebnisse beim Test nicht, bekommen sie die Möglichkeit
individueller Nachhilfe entweder in der Schule ober bei einem
Nachhilfeinstitut. Ziel ist es aber auch, die Sozialkompetenzen der
Jugendlichen zu stärken, so Landesrat Rüdisser.
Die Zielgruppe des Angebotes umfasst ca. 1.000 Schülerinnen und
Schüler; es wird erwartet, dass rund 200 von ihnen Nachhilfe in
Anspruch nehmen werden. Zur Finanzierung tragen das Land Vorarlberg
rund 118.000 Euro und der Bund 25.000 Euro bei.
Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at .
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20135 Fax: 05574/511-20190 Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse
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